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FREAKINGS

Interview mit der Demoband des Monats 01/15

FREAKINGS

Daumen hoch für's thrashige „Gladiator“-Album der Schweizer Band FREAKINGS: Die Eidgenossen aus dem Baselland wurden in Rock Hard Vol. 332 zur Demoband des Monats gekürt. Das Trio sprach mit uns über „Gladiator“, die Zukunftspläne und FREAKINGS' Erfahrungen als christliche Metalband.

Wie kam es dazu, dass ihr euch unter dem FREAKINGS-Banner versammelt habt?

»Nach zehnjähriger Pause von gemeinsamen Bandprojekten trafen wir uns 2008 für ein neues Projekt, welches eigentlich einmalig sein sollte. Ab dem ersten gespielten Ton war allerdings klar, dass mehr als nur ein Projekt daraus werden würde. Wir suchten einen passenden Bandnamen, studierten Songs ein und kehrten ab 2009 zurück auf die Bühne. 2011 erschien unser Debütalbum „No Way Out“. Nach etlichen Konzerten und dem Schreiben von neuen Songs war klar, dass wir eine weitere Scheibe produzieren, die nun im September 2014 erschienen ist.«

Ihr kommt aus Bubendorf bei Basel, wie sieht die Metalszene dort aus? Habt ihr viele Mitstreiter?

»Es gibt schon die eine oder andere Metalband in der Region. Leider schließen bei uns mehr und mehr Clubs, so dass es immer schwieriger wird, in unserer Gegend live zu spielen oder auch Konzerte zu besuchen. Andererseits ist die Schweiz ja nicht so groß und wir sind schnell in den umliegenden Regionen.« 


Euer „Gladiator“-Coverartwork greift auf blutige Art und Weise den Albumtitel auf, wie ist es entstanden?

»Das Cover sollte eine realistische, thematische Widerspiegelung des Titelsongs sein. Wir haben uns mit dem Künstler Silas Bitterlin zusammengesetzt und das Cover erarbeitet. So ergab sich eine einzigartige Kombination zwischen dem von Simon schon im Voraus gestalteten Gladiator-Schriftzug und dem kreierten Bild von Silas.«

Interessiert ihr euch generell für die Antike oder woher kam die Idee für „Gladiator“?

»Ein explizites Interesse für die Antike besteht nicht. Simon sah eine Doku über Gladiatorenkämpfe und wurde so zum Text inspiriert. Im Zusammenhang mit der Idee zum Coverbild ergab es sich von selbst, diesen Song zum Titelsong zu nehmen.«

Was unterscheidet euer erstes Album „No Way Out“ vom aktuellen „Gladiator“? Seid ihr das zweite Album anders angegangen?

»Das „No Way Out“-Album hatte mehr Death-Metal-Einflüsse. Es zog uns mit den neuen Songs mehr und mehr in Richtung Thrash. Dies war eine Weiterentwicklung, die wir in der Stilfindung noch durchmachen mussten. Joe fing an zu shouten und das Tempo der Songs gewann an Geschwindigkeit. Somit ist die Handbremse definitiv gelöst. Für das Album „Gladiator“ nahmen wir uns mehr Zeit für die Vorproduktion, verwarfen Songs oder Teile davon und feilten daran, bis uns die Songs 100% überzeugt haben.«

Läuft euer Songwritingprozess immer ähnlich ab? An welchem Punkt kommen die Lyrics dazu?

»Meistens ist der Ablauf sehr ähnlich, obwohl es kein eindeutiges Rezept gibt. Wir jammen und so entstehen mehrere Riffs, die wir dann so zusammenbauen, bis es passt. Manchmal haben wir den Text von Anfang an und manchmal kommt der Text erst dazu, wenn das musikalische Gerüst schon steht.«

Ihr seid als christliche Metalband unterwegs und befasst euch in euren Texten auch mit Glaubensfragen. Habt ihr deswegen schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht oder negatives Feedback bekommen?

»Negative Erfahrungen haben wir bis jetzt nicht gemacht. Es gab schon Feedback, das uns nur auf unsere Texte reduziert hat, was grundsätzlich sehr schade war, da es so schien, als hätte man den musikalischen Aspekt gar nicht in Betracht gezogen.«

Jan Jaedike führt in seiner „Gladiator“-Rezension als vergleichbare Bands Harter Attack und Wargasm an – sind das Combos, die ihr als Vorbilder zitieren würdet?

»Wir lassen uns von einem sehr großen Spektrum an Musik inspirieren. Unsere Favoriten sind Violator, Municipal Waste, Vengeance Rising, Deliverance. Aber es gehören auch durchaus Bands wie Harter Attack und Wargasm zu unseren musikalischen Vorbildern. Es gibt so viele geile Bands, alle aufzuzählen würde ewig dauern.«

Was ist euch bei eurer Musik am Wichtigsten?

»Dass die Musik uns weiterhin Freude bereitet, unsere Freundschaft weiter wächst und wir die gemeinsame Zeit im Proberaum einfach genießen können.« 


Ist das nächste Album schon in Planung oder möchtet ihr euch erst einmal darauf konzentrieren, „Gladiator“ live zu präsentieren?


»Vorerst sind wir bestrebt 2015 noch möglichst viele Konzerte zu spielen. Zwischendurch basteln wir jedoch bereits an neuen Songs, aber konkrete Pläne für eine nächste Scheibe stehen noch aus.«

Habt ihr vor, das nächste Album wieder selbst zu veröffentlichen oder wart ihr schon mit Plattenfirmen in Kontakt?

»Kontakt hatten wir noch keinen. Es wäre natürlich toll, mit einer Plattenfirma zusammenarbeiten zu können. Was nicht ist, kann ja noch werden.«

Gibt es noch etwas, das ihr den Rock-Hard-Lesern sagen möchtet?

»Kauft unser neues Album, zieht es euch rein und besucht unsere Konzerte, um mit uns Party zu machen. Checkt unsere Facebook-Seite, um immer auf dem neusten Stand zu sein!«

 

www.facebook.com/freaKings

 

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