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BLACK SUCCUBI

Interview mit der Demoband 01/14

BLACK SUCCUBI

Aus dem fernen Norden erreichte uns eine Mischung aus traditionellem Hardrock und modernem Heavy Metal: Die Dänen BLACK SUCCUBI haben sich mit "Eye Of The Beholder" den Titel "Demo des Monats" in unserer Januar-Ausgabe erspielt. Im Interview plauderte Gitarrist Thomas Pedersen mit uns über die Geschichte der Band, die Rolle von Kreator für ihre Musik, die dänische Metalszene und BLACK SUCCUBIs Pläne, die Welt zu erobern.

Thomas, zuallererst: Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt in der Januar-Ausgabe des Rock Hard den Titel ''Demoband des Monats'' gewonnen. Wie fühlt es sich an, Teil eines deutschen Magazins zu sein? Habt ihr die Nachrichten gefeiert?

»Vielen Dank! Es ist immer cool, einen Titel zu gewinnen. Vor allem in so einem großen Magazin wie dem Rock Hard. Wir sind sehr stolz und es macht Spaß, die eigene Band in verschiedenen Magazinen zu sehen. Wir haben die Nachricht mit einigen Bieren und fettigem Kuchen gefeiert.«

Die Band wurde bereits 2005 gegründet. Kannst du uns von den wichtigsten Stationen eurer Bandgeschichte erzählen? Mit welcher Intention wurde BLACK SUCCUBI ins Leben gerufen und welche Erfahrungen konntet ihr bis zur Veröffentlichung von ''Eye Of The Beholder'' sammeln?

»Nun ja, die Band hat als Studioprojekt des ehemaligen Drummers und mir angefangen. Wir haben eine Vier-Track-Demo aufgenommen und uns dann dazu entschlossen, das Projekt als eine richtige Band weiterzuführen. Wir hatten einige Wechsel im Line-up und haben 2006 ein erstes Album aufgenommen, das allerdings nie veröffentlicht wurde, weil unser Sänger sich entschied, zurück nach Norwegen zu ziehen, und auch die anderen Gitarristen die Band verlassen haben. Nachdem wir dann ein neues Line-up zusammengestellt hatten, haben wir angefangen, Konzerte zu spielen und neue Songs zu schreiben. 2008 war es dann soweit: Unser erstes, selbstbetiteltes Album wurde digital veröffentlicht und auch in Ländern rund um die Welt rezensiert. Es schien gut anzukommen, denn wir bekamen immer mehr Konzertanfragen und haben sogar eine kleine US-Club-Tour gespielt, das war ziemlich cool. In London waren wir zum Beispiel die Vorband für den amerikanischen Shredder Joe Stump.
2009 waren wir dann wieder kreativ und haben uns ans Schreiben von neuen Songs gesetzt. Leider hat uns in diesem Jahr auch unser Drummer verlassen. Nach langer Suche haben wir dann mit Jesper Olson einen würdigen Ersatz gefunden. Er ist etwas jünger als der Rest von uns und hat uns wirklich etwas neue Energie verliehen. Seine Herangehensweise entspricht auch mehr richtigem Heavy Metal und das passt perfekt zu uns. Dann konnten wir uns wieder völlig dem Songwriting widmen und haben 2012 in meinem ''Earplug Studio'' mit den Aufnahmen angefangen. 2013 waren wir dann endlich fertig – es war also ein langer Weg bis zu ''Eye Of The Beholder'', aber wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.«

Auf eurer Homepage beschreibt ihr eure Musik als ''Back To The Roots“-Agenda und während ich mir euer Album angehört habe, konnte ich moderne Heavy-Metal-Riffs gepaart mit gutem, alten Hardrock und etwas Melodic-Metal feststellen. Siehst du das genauso? Welche Bands haben euch am meisten beeinflusst?

»Ja, ich sehe das absolut genau so. Wir versuchen, einige echte harte Riffs mit Hardrock-Songstrukturen zu mischen. Das Wichtigste für uns ist, dass die Songs einen melodischen Vibe sowie einen packenden Refrain haben und dabei immer noch hart und metallisch bleiben. An sich haben wir alle verschiedene Einflüsse. Ich persönlich bin sehr inspiriert von Bands wie Testament, Kreator, Slayer und Black Label Society, aber auch von Hardrock-Acts wie Europe und Whitesnake. Meine Lieblings-Gitarristen sind Zakk Wylde und John Norum.«

Wenn du dich entscheiden müsstest: Was ist der beste und mächtigste Song auf ''Eye Of The Beholder'' und warum?

»Naja, das ist immer eine schwierige Frage, denn ich bin stolz auf alle Songs. Aber ich denke 'Dream Little Dreamer' ist einer meiner Favoriten. Der hat einfach alles, was BLACK SUCCUBI ausmacht. Echte heavy Riffs und ein starker Gesang im Refrain, und ein echt geiles Solo von Jan Weincke. Außerdem haben wir auf Konzerten die Erfahrung gemacht, dass es einer der Songs ist, die die Leute scheinbar richtig mögen und immer mitsingen. Einen Song der mir noch sehr gefällt ist 'Time For Goodbyes' – das Duett mit Kira Lion. Es geht eher in Richtung Hardrock, ist aber schon fast ein Popsong. Ich mag einfach die Harmonie zwischen Jan Lundstrøm (Sänger) und Kira, und den mächtigen Refrain.«

Wer schreibt die Musik und Texte bei BLACK SUCCUBI? Und wollt ihr euch mit eurer Musik ausdrücken, oder ist es eher ein Projekt, das aus reinem Spaß nebenher läuft?

»Normalerweise hab ich immer einen Haufen Riffs und Songideen. Damit gehe ich dann zu Jesper, unserem Drummer, und wir jammen. Dann nehmen wir eine kleine Demoversion der Ideen auf, erst mal nur mit Drums und Gitarre eingespielt, und zeigen sie den anderen Jungs. Jan Lundstrøm kreiert dann einen passenden Gesang und die Lyrics und schließlich treffen wir uns dann alle im Proberaum und arrangieren die Songs. Beim nächsten Album wird unserer Gitarrist Jan Weincke allerdings auch mehr Riff-Ideen einbringen.

BLACK SUCCUBI an sich ist kein Projekt, das wir nur zum Spaß am Leben erhalten. Wir lieben es gemeinsam zu spielen und haben natürlich Spaß daran, aber es bedeutet auch viel harte Arbeit in einer Band zu spielen. Vor allem, weil wir mittlerweile alle eine eigene Familie haben. Konzerte buchen, Promotion und Interviews geben sind alles Dinge, die viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber wir lieben es, weil es sich dann in Konzerten, Reviews, Interviews usw. auszahlt. Ich kann mir ein Leben ohne meine Band nicht vorstellen. Ich liebe es.«

Wo genau aus Dänemark kommt ihr eigentlich her und kannst du uns etwas über die Metalszene dort erzählen? Gibt es dort einen großen Metal-Underground? Hat man viele Möglichkeiten als Demoband?

»Wir kommen aus Kopenhagen, der Hauptstadt von Dänemark und hier gibt es eine große Underground-Szene. Es gibt wirklich viele gute Bands, die sich dann auch unter einander kennen. Da ist also wirklich eine gute Stimmung zwischen den Bands. Wir haben auch so einige Rock- und Metal-Lokale, die als Treffpunkt dienen und vielen Bands die Möglichkeit bieten, live zu spielen. Die Möglichkeiten als Demoband sind also ziemlich gut hier.«

Wenn du wählen könntest: Würden BLACK SUCCUBI lieber auf dem kleinen Metal Magic Festival in Fredericia, oder auf dem viel größeren Copenhell Festival spielen?

»Also wenn ich wählen müsste, würde ich das Copenhell bevorzugen, es ist so ein großartiges Festival! Ich habe da bereits 2011 mit meiner alten Band PitchBlack gespielt und Jesper hat dieses Jahr mit seiner anderen Band Deus Otiosus gerockt. Auf dem Metal Magic Festival war ich noch nie, aber auch da würde ich sehr gern spielen. Eigentlich lieben wir es einfach generell Konzerte zu spielen, also nehmen wir eigentlich so gut wie jede Konzertanfrage gerne an.«

Welche Pläne schmiedet ihr für die Zukunft? Werden BLACK SUCCUBI die Welt erobern? Wird es eine Tour geben und vielleicht sogar einige Konzerte in Deutschland?

»Haha, ich bin mir nicht sicher, ob wir die Welt erobern werden, aber wir werden versuchen unsere Musik unter so vielen Metalheads wie möglich zu verbreiten. Für das kommende Frühjahr planen wir zur Zeit einige Shows in Dänemark, in Deutschland würden wir auch sehr gerne spielen, bisher ist aber noch nichts geplant. Außerdem haben wir schon wieder ganz viele neue Ideen für ein neues Album und arbeiten gerade wieder an einer Demo für eine neue CD, die nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen wird.«

Die letzten Worte überlasse ich dir!

»Stay Metal, all ihr Rock-Hard-Leser da draußen, und bestellt euch ''Eye Of The Beholder“ bei gatewaymusic.dk, iTunes oder Amazon!«  

 

 

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Pic: John-son