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BURNING WITCHES

Interview mit der Demo-/Eigenproduktionsband 11/16

BURNING WITCHES

Die Schweizer All-Girl-Metal-Band BURNING WITCHES ist in Rock Hard Vol. 354 zum Tipp des Monats unter den Eigenproduktionen gekürt worden. Im Frühjahr 2015 gründete Gitarristin Romana Kalkuhl die jetzt fünfköpfige Band und ein halbes Jahr später veröffentlichten sie ihre ersten drei Songs ('Metal Demons', 'Creator Of Hell' und 'Burning Witches'). Das aktuelle Demo wurde von Destruction-Frontmann Schmier produziert. Im Interview berichtet Romana von der Zusammenarbeit, beschreibt die Anfänge der Band und geht auf ihre Erfahrungen als Frau im Metal-Business ein.

Romana, wie kam es zur Gründung von BURNING WITCHES? Hattet ihr alle schon eine musikalische Karriere hinter euch beziehungsweise Vorerfahrung im Metal-Business?

»Mein großer Traum war es, einmal eine Frauen-Heavy-Metal-Band zu haben und so fing ich an, nach den passenden Musikern zu suchen. Da ich ziemlich viele Leute aus dem Metal-Bereich kenne, war es nicht all zu schwierig, die passenden Musikerinnen für dieses großartige Projekt zu finden.
Die meisten von uns hatten schon eine musikalische Erfahrung im Metal-Business. Ich spiele seit 2009 mit der Band Atlas&Axis und habe schon in Deutschland, der Schweiz und Kroatien Konzerte gegeben und zwei Scheiben aufgenommen. Unsere Sängerin Seraina singt bei Surillium, einer Prog-Band aus Freiburg, und hat zusätzlich noch ein Solo-Pojekt namens Dead Venus. Wir sind musikalisch ziemlich engagiert und gut unterwegs.«

Wie kamt ihr auf euren Bandnamen BURNING WITCHES?

»Ich und mein nächstes Umfeld dachten: Es gibt für fünf powervolle, durchgeknallten Mädels, die Feuer im Arsch haben, keinen besseren Namen!«

Das Artwork des Demos zeigt Hände, die eine Kristallkugel halten, was auch ein Hinweis auf die Hexen-Thematik darstellt. Seht ihr euch in irgendeiner Verbindung zu Hexen oder glaubt ihr an Zauberkräfte bzw. Zauberei?

»Leider gibt uns die Kristallkugel keine Antwort auf diese Frage zurück! Aber wir wissen: Früher im alten Europa genügte schon, dass man hübscher war als die Frau des Dorfpräsidenten, schon wurde man der Hexerei beschuldigt und kam auf den Scheiterhaufen. Somit sind wir alle Hexen!«

In dem Demo-Review beschreibt Jens Peters euch klanglich als „eine Mischung aus Accept, Warlock und Iron Maiden, garniert mit einem guten Schuss Judas Priest“. Sind das tatsächlich eure Einflüsse? Welche Bands und Musikrichtungen hört ihr selbst gerne?

»Das sind garantiert unsere Einflüsse, wir lieben diese Bands! Wir hören alle gerne verschiedene Metal-Stile, sehr unterschiedlich, wie Iron Maiden, Slayer, Judas Priest, Exodus, Carcass, Destruction, Iced Earth, Gonoreas, Testament...«



Wer schreibt bei euch die Musik und die Lyrics? Und wie wichtig sind bei euch die Texte?

»Ich schreibe die meisten Riffs und Kompositionen und Sereina verfasst alle Texte und ist auch in die Kompositionen involviert. Die Texte sind uns sehr wichtig und werden von Sereina gekonnt in die Songs eingearbeitet.«

Euer Demo ist noch ziemlich neu. Wann wart ihr im Studio und wie lange haben die Aufnahmen gedauert? Wie war die Stimmung im Studio?

»Vier Tage dauerten die Aufnahmen für das Demo. Diese fanden im Dezember 2015 statt. Es wurde hart gearbeitet, damit unser Ziel, ein guter Sound, erreicht werden konnte. Die Stimmung war gespannt aber sehr gut, einige von uns waren zum ersten Mal im Studio, haben sich aber sehr gut gehalten und alles gegeben.«

Produziert wurde euer Demo von Destruction-Fronter Schmier und von V.O. Pulver. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

»Ich kenne V.O. Pulver seit der ersten Atlas&Axis-CD und Schmier seit circa sieben Jahren. Wir sind inzwischen gute Freunde und gehören alle zusammen zu einer großen Metal-Familie. Als ich Schmier von meiner Idee der Frauenband erzählt hatte, war er begeistert!«

Glaubst du, dass es allgemein schwieriger ist, als Frau im Metalbusiness erfolgreich oder überhaupt akzeptiert zu werden? Wie sehen eure Erfahrungen aus?

»Ich wäre sehr froh, wenn meine Band Atlas&Axis auch so viele Konzertanfragen wie BURNING WITCHES bekommen hätten. Somit ist es bis jetzt viel einfacher mit BURNING WITCHES. Leider bekommen wir immer wieder mit, dass es auch viele Neider und Spinner gibt, die den Frauen im Allgemeinen nichts zutrauen. Wir gehen trotzdem unseren eigenen Weg und versuchen das Ganze zu ignorieren.«



Bisher ist die Band ja ein Nebenbei-Projekt und nicht euer Hauptberuf, oder? Wie sehen eure Ziele aus? Wärt ihr gerne Vollzeit-Musikerinnen?

»Ich und Alea sind diplomierte Musikerinnen und geben, so wie Seraina auch, Unterricht an verschiedenen Schulen. Wir leben so oder so von der Musik und somit auch unseren Traum!
Es wäre natürlich geil, wenn wir mit BURNING WITCHES viel erreichen könnten, wir wissen aber, dass dies heutzutage schwer ist, da es schon verdammt viele Bands gibt.«
Habt ihr zum Schluss noch einen Tipp für unsere Leser, welcher Song vom Demo euch am besten repräsentiert?


»Wir finden alle Songs geil, aber unser Favorit ist 'Black Widow'.
Schwingt euch auf den Besen, er wird euch den richtigen Weg zeigen!«

 

 

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