Online-MegazineInterview

ETERNAL KHAN

Interview mit der Demo-/Eigenproduktionsband 07/16

ETERNAL KHAN

Mit ihrer Eigenproduktion „Lost In The Night Of Ages“ gelang ETERNAL KHAN die Wahl zum „Tipp des Monats“ im aktuellen Rock Hard. Bei dem US-Trio aus Providence, Rhode Island, trifft Black Metal auf schwere Doom-Riffs, während die Band sich in ihren Songtexten mit der menschlichen Existenz, Religion und Mythologie auseinandersetzt. Gitarrist Tou, Drummer Damian und Sänger/Gitarrist Nate standen uns für einige Fragen über die Ursprünge, Zukunft und Ansichten ihrer Combo zur Verfügung.

Ihr seid im aktuellen Rock Hard Vol. 350 zum „Tipp des Monats“ gekürt worden. Wie sehr hat euch diese Wahl überrascht?

EK: »Wir sind sehr überrascht und freuen uns, dass es da draußen Leute gibt, denen unsere Musik so sehr gefällt, dass sie sie einem so großen Publikum empfehlen.«

Seit wann macht ihr schon zusammen Musik? Wie habt ihr euch kennengelernt?

EK: »Wir kennen uns schon seit unserer Kindheit, die Jahrzehnte zurückliegt, und seitdem machen wir auch schon zusammen Musik. Metal war für uns der Antrieb, Freunde zu werden. Es ist also sehr passend, dass diese Band einer der Fäden ist, die unsere Freundschaft bis heute zusammenhalten.

Ihr scheint gar keinen Bassisten zu haben, oder?

EK: »Nein, haben wir nicht. Die letzten zwei Platten und unsere Live-Besetzung bestehen lediglich aus zwei Gitarren, Drums und Gesang. Das Gleichgewicht der Band ist mit allen drei Mitgliedern perfekt – wir wagen nicht, das durcheinander zu bringen. Stattdessen haben wir andere Wege gefunden, diese Lücke zu füllen, was zum großen Teil auch unseren Sound ausmacht.«

Wieso habt ihr euch entschieden, eine Mischung aus Black und Doom Metal zu spielen?

EK: »Wir haben das nicht aktiv entschieden. Wir schreiben einfach die Musik, die uns durchfließt. Viel von dem, was wir im Laufe der Jahre selbst angehört haben, kommt aus den oben genannten Genres, aber nicht alles.«

Welche Botschaft steckt hinter eurer Musik? Eure Songtexte sind teilweise sehr depressiv und behandeln beispielsweise die Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz.

Damian: »Ich habe das Gefühl, in einem immerwährenden Zustand des Wartens auf einen kosmischen Hammer zu leben, der irgendwann auf mich herabstößt und mich zermalmt. Die Lyrics sind von diesen Angstzuständen inspiriert. Die Botschaft: Das Leben ist hart und grausam, und wir können lediglich tagtäglich versuchen, es erträglicher zu machen, bis alles zu Ende ist. Ich denke, diese Themen sind eher pessimistisch als depressiv. Unser voriges Album hat diese Sinnlosigkeit noch mehr angesprochen als das aktuelle, auch wenn die Songs 'Heathen Death' und 'The Scourge Of Genesis' existentielle Themen behandeln. In 'Heathen Death' geht es darum, auf spiritueller und philosophischer Ebene nonkonformistisch zur Gesellschaft zu sein, 'The Scourge Of Genesis' behandelt unseren unvermeidbaren Tod und Verfall. Dieses Album ist brutaler und düsterer.«



Würdet ihr gern mal in Deutschland auftreten? Vielleicht auf einem Festival?

EK: »Logistisch wäre das eine Herausforderung, aber in Übersee aufzutreten, besonders in Deutschland, wäre der Wahnsinn!

Arbeitet ihr bereits an neuem Material für euer nächstes Album? Gab es schon Angebote einiger Plattenfirmen?

EK: »Wir arbeiten ständig an neuem Material, aber es gibt noch keinen Zeitplan für die nächste Veröffentlichung. Wir sind mit einigen Labels in Kontakt getreten, mit denen wir gern arbeiten würden, aber bisher ist noch nichts dabei herausgekommen. Bis sich die richtige Möglichkeit ergibt, werden wir unsere Alben weiterhin selbst produzieren.«

Habt ihr eine professionelle Musikausbildung absolviert, hattet ihr Unterricht, oder seid ihr Autodidakten?

Nate:»Einige von uns haben anfangs Unterricht genommen, um sich mit ihren Instrumenten vertraut zu machen. Nachdem wir die Grundlagen erlernt hatten, machten wir auf eigene Faust weiter. Rückblickend denke ich, dass dies die beste Methode ist, kreative musikalische Ideen zu fördern. Obwohl die formale Schulung dir mehr Möglichkeiten bietet, dein Ziel zu erreichen, zwängt sie dir gleichzeitig Gewohnheiten und Grenzen auf.«

Wie bekommt ihr euren Alltag mit Band und regulären Jobs unter einen Hut?

EK: »Fenriz von Darkthrone ist unser Prophet. Dank unserer regulären Jobs können wir genau die Musik machen, die wir machen wollen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Das ist ein Gleichgewicht, das wir gern halten. Trotzdem erschweren unsere Karrieren es natürlich manchmal, Konzerte zu planen.«

Danke für das Interview! Habt ihr noch ein paar abschließende Worte für unsere Leser?

EK: »Jegliche Anerkennung, die wir erfahren, verdanken wir der Mund-zu-Mund-Propaganda unserer Fans und den Blogs und Magazinen wie Rock Hard, die den Underground fördern. Wenn euch unsere Songs gefallen, teilt sie auch mit euren Freunden. Danke!«

 

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Live-Pic: David Peyton