Online-MegazineInterview

CRIMSON CULT

Wenn Visionen nicht mehr konform gehen...

Nach dem Split von STYGMA IV warteten eingefleischte Prog-Metaller auf etwas, das kommen und die Lücke füllen würde. Mit CRIMSON CULT melden sich jetzt Gitarrist Günter Maier und Bassist Alex Hilzensauer zurück. Ihr Promoalbum ist unser Demoalbum des Monats. Zeit, mit Günter Maier eine kleine Aufarbeitung der Vergangenheit zu machen.

Günter, was waren die tatsächlichen Gründe für den Split von Stygma IV?

»Wir haben auf unserer Myspace-Seite ein Video zu diesem Thema gepostet, das zufälligerweise vor unserem allerletzten Gig in Hamburg gefilmt wurde. Ich habe in Interviews immer wieder betont, dass Stygma IV ausschließlich in einer einzigen Besetzung funktionieren. Unerwartete persönliche Differenzen zwangen mich aber leider dazu, die Notbremse zu ziehen. Wenn bestimmte Visionen nicht mehr konform gehen, ist es einfach besser, neue Wege zu beschreiten. RIP Stygma IV!«

Du hattest nach Stygma IV mit Flood Of Ages noch eine weitere Band am Start. Was ist aus ihr geworden?

»Das war nur ein kurzes Intermezzo. Obwohl bei Flood Of Ages ein gewisses Potenzial vorhanden war, fühle ich mich mit meinen jetzigen Mitstreitern einfach zu 100 Prozent in der Lage, meine musikalischen Ideen umzusetzen. Flood Of Ages sind somit Geschichte.«

Wie unterscheiden sich CRIMSON CULT von Stygma IV?

»Bei CRIMSON CULT werden die musikalischen Ideen von Anfang an auf den Punkt gebracht. Stygma IV waren häufig ein wenig verspielt, und es wurden desöfteren zu viele verschiedene Einflüsse in einen Topf geworfen. Bei CRIMSON CULT ist die Linie nun von Anfang an klar vorgegeben, obwohl wir in dieser Besetzung den Progfaktor von Stygma IV klar übertreffen könnten - allein die Bassarbeit von Alex gehört mit zum Besten, das er in unserer nun bereits fast zwanzigjährigen Zusammenarbeit vollbracht hat. Das wird aber definitiv nicht passieren.«

Wie motivierst Du Dich als Musiker nach all den Rückschlägen, die Du mit Stygma IV durchlitten hast?

»Wir haben Stygma IV mit einer Headlinertour durch Deutschland verabschiedet. Musik und die Fans bleiben meine Motivation. Ich wurde bis jetzt gottlob von gröberen persönlichen Schicksalsschlägen verschont. Wir spielten große Tourneen mit namhaften Bands, waren in Wacken auf der Hauptbühne, hatten immer tolle CD-Reviews, keine Limitationen durch Labels und eine sehr treue, loyale Fanschar. Nun freue ich mich auf unsere Zukunft mit CRIMSON CULT.«