Online-MegazineInterview

FU MANCHU

Bloß keine Kritik

Fu Manchu gelten als eine der wenigen überlebenden Bands des einst so lebendigen Genres des Stoner Rocks. Auf ihrem neuen Album "We Must Obey" verschreiben sich die Herren einem Hardcore-Einfluss, der die entspannte Atmosphäre der Vorgängeralben leider etwas vermissen lässt.

Wir hakten bei Sänger Scott Hill per E-Mail nach. Warum der Mann offensichtlich keinen Bock auf das Interview hatte und auf kritische Fragen super-patzig reagierte, wissen wir nicht. Macht euch ein eigenes Bild!

Die Artworks eurer Alben verraten immer viel über die Musik der jeweiligen Platte. Auf "We Must Obey" habt ihr nun dieses freakige Horrorfilm-Artwork, was zur Musik passt, da manche Parts auf der CD doch etwas verstört und unheimlich klingen. Es scheint, ihr macht euch in der Hinsicht ganz schön Gedanken.

»Ja, alle unsere Artworks entstehen aus unseren eigenen Ideen. Wir haben meist schon eine Vorstellung, wie das Artwork aussehen soll, bevor wir ins Studio gehen. Dabei passt das Cover wirklich immer gut zum Sound der Songs.«

"We Must Obey" ist mittlerweile euer zehntes Album. Wie schafft ihr es, euch nicht von Album zu Album zu wiederholen?

»Ich weiß nicht. Wir versuchen die Einstellungen der Gitarren zu verändern und andere Arrangements zu verwenden.«

 Ihr seid einer der wenigen Überlebenden der Stoner Rock Szene. Wie würde dein Traum-Billing für ein Stoner Rock-Festival aussehen, du kannst auch Bands wählen, die nicht mehr existieren?

»Ich würde eher eine Old-Hardcore- und Punk-Show zusammenstellen mit Black Flag, Minor Threat, Adolescents, Void, Negative Approach.«

Die größte Veränderung auf dem neuen Album ist der Einbezug von Hardcore-Elementen. War der Split mit eurem alten Label ein Grund für die aggressive Ausrichtung?

»Wir haben uns nicht bewusst vorgenommen ein wütendes Album zu machen. Ich bin schwer von alten Hardcore- und Punk-Bands beeinflusst worden. Nur zeigt sich dieser Einfluss jetzt vielleicht mehr als zuvor.«

Gibt es ein textliches Grundthema auf "We Must Obey"?

»Nein. Wenn überhaupt, dann geht es darum herauszufinden, was richtig für dich ist und dabei nicht auf andere zu hören.«

Ich finde, dass sich der Gesang auf "We Must Obey" im Vergleich zu den Vorgängerplatten ziemlich durchschnittlich anhört. Gibt es da einen Grund für?

»Uhhhhhhhh ... fuck You.«

Einige Leute kritisieren an den neuen Songs, die endlose Wiederholung der Refrain-Phrasen (z.B. in 'Knew it along'). Was hältst du von dieser Kritik?

»I dont give a fuck what other people think.«

Das neue Album ist das erste in eurer History, das nicht diesen typischen "Pot-Smoker-Vibe" ausstrahlt, was eigentlich immer eines eurer Trademarks war. Hast du mit dem Kiffen aufgehört? Und denkst du, dass einige Fans dieses Gefühl auf der Platte vermissen werden?

»Wir haben nie übers Kiffen gesungen und ich denke auch nicht, dass sich unsere Fans die Platten wegen der Texte anhören.«

Was können wir von der FU MANCHU-Europatour erwarten?

»Wir werden vom 27. April bis zum 6. Juni in Europa touren.«

Danke, Scott, für deine SEHR ausführlichen (und vor allem so entspannt-souveränen -Red.) Antworten.