Online-MegazineInterview

DRY KILL LOGIC

Ein Bus ist ein Bus ist ein Bus

DRY KILL LOGIC sind nach dem Release des starken neuen Albums "Of Vengeance And Violence" aufgebrochen, um Europas Clubs unsicher zu machen. Frontshouter Cliff Rigano stand uns während der Tour Rede und Antwort.

Habt ihr es auf der letzjährigen Gigantour genossen, die Bühne mit Metal-Legenden wie Megadeth, Anhtrax und Dream Theater zu teilen?

»Die Gigantour war ein Traum für uns, der wahr wurde - nicht nur, dass wir vorher noch nie auf einer Arenatour waren, auch das Glück, unsere Lieblingsbands wie Megadeth, Dream Theater, Fear Factory, Dillinger Escape Plan und Anthrax zu sehen, war unglaublich. Es war die beste Tour-Erfahrung, die ich niemals vergessen werde.«

War es eine große Umstellung für euch nach den großen Tourbussen in den USA wieder in die kleinen Reisebusse in Europa zu steigen?

»Ein Bus ist ein Bus - wir waren jahrelang in Vans, Autos und ähnlichen Gefährten auf Tour. Für uns ist ein Bus einfach ein Privileg, das wir nicht als selbstverständlich ansehen.«

Wie ist die Europatour bis jetzt für euch verlaufen?

»Bis jetzt richtig gut! Diese Tour erlaubt es uns viele Songs zu spielen, die wir normalerweise nicht im Set haben. Außerdem haben wir endlich mal die Gelegenheit, nach den Shows mit unseren Fans abzuhängen.«

Was war dein Lieblingsort auf der Europatour?

»Gute Frage - wahrscheinlich Camden oder Birmingham. Köln ist neben Zürich auch ein Favorit.«

Spielt ihr live eigentlich einen der beiden Coversongs, die ihr für eure letzjährige EP aufgenommen habt?

»Nein, aber wir haben unser Cover von Prongs 'Snap Your Fingers' auf der letzten Tour im März gespielt.«

Wo siehst du die größten Unterschiede zwischen eurem neuen Longplayer und den Vorgängern?

»In der Musikalität - wir wollten die besten Songs schreiben, zu denen wir in der Lage sind und dabei die stilistischen Grenzen ausweiten.«

Der neue Track 'Caught In A Storm' vermittelt einen gewissen Pantera-Vibe. War das beabsichtigt?

»Nein. Wir sind nicht ins Studio gegangen, um wie jemand anderes zu klingen. Aber es ist ein großes Kompliment, wenn du sagst, dass es wie Pantera klingt.«

Warum unterscheiden sich eure Coverartworks so stark voneinander? Glaubst du nicht, dass es für einige Fans schwierig ist eure Alben wiederzuerkennen?

»Hm, also meinst du, jedes Artwork sollte gleich aussehen? Das fände ich schwach - jedes Artwork hat seine eigene Bedeutung in Verbindung mit dem Albumtitel.«

Hast du denn für uns eine Interpretation des "Of Vengeance and Violence"-Artworks parat? Ein Mann, der auf einer Bank sitzt, hat auf den ersten Blick nicht viel mit Rache und Gewalt zu tun ...

»Du musst den Rest des Covers betrachten! Da gibt es noch ein Messer, einen Leichenwagen und eine Kirche. Der Mann auf dem Cover repräsentiert Rache, während das Szenario die Gewalt symbolisiert.«

Du hast mit Rob Caggiano, der zum Line-up der John-Bush-Ära von Anthrax gehörte, zusammengearbeitet und konntest Anthrax nun auf ihrer Reunion-Tour mit Joey Belladonna sehen. Was hältst du von der Reunion?

»Es ist eine coole Sache. Diese Jungs haben sich das Recht verdient zu tun, was immer sie wollen und ich denke die Reunion war ein cleverer Schritt und ein großer Erfolg.«

Ich glaube, viel von der Aggression auf "The Dead And Dreaming" rührte von der frustrierenden Situation her, dass ihr damals von Roadrunner gekickt wurdet. Woher habt ihr diesmal die aggressive Inspiration bezogen?

»Das Leben an sich ist inspirierend genug, Aggressionen gibt es jederzeit. Mein Ziel ist es meine Gefühle und Aggressionen durch die Musik zu kanalisieren.«