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URIAH HEEP, HIGHWAY 61

Neckarwestheim, Reblandhalle

URIAH HEEP

Um die neu gebaute Reblandhalle zu betreten, empfiehlt sich erst mal ein Jurastudium, denn auf der Rückseite der Eintrittskarte heißt es: „Das Betreten des Veranstaltungsortes erfolgt auf eigene Gefahr. Soweit der Veranstalter, sein gesetzlicher Vertreter oder von diesen direkt beauftragten Personen nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt haben, sind Schadensersatzansprüche aus positiver Forderungsverletzung, Verschuldung bei Vertragsabschluss oder unerlaubter Handlung ausgeschlossen.“ Alles klar?!?!

Zudem findet sich auf dem Ticket ein Bild des aktuellen Studio-Line-ups von URIAH HEEP. Zum Opener 'Against The Odds' fehlen allerdings derzeit gesundheitlich bedingt mit Trevor Bolder und Bernie Shaw zwei Fünftel der Besetzung. Während andere Bands die Tour sofort abgesagt hätten, haben Mick Box und die beiden anderen fitten Mitstreiter sich für diese Tour am Bass mit Dave Rimmer (ehemals Zodiac Mindwarp) und am Gesang mit dem ehemaligen Frontmann John Lawton (1976-1979) verstärkt. Vor allem mit der Entscheidung für John hat man einen formidablen Schachzug gelandet. Noch gut bei Stimme, mit Ansagen in perfektem Deutsch und überzeugender Bühnenperformace bekommt das Publikum dieses mal ein etwas anderes Programm als sonst geboten, welches erwartungsgemäß keine aktuellen Nummern aus der Bernie-Shaw-Phase enthält und sich ausschließlich auf Stücke aus den Siebzigern beschränkt. Dabei kann der erste Showpart zwar nicht das Niveau des zweiten Teils, in dem ein Kracher auf den nächsten folgt, halten, aber auch so überzeugt die Truppe einmal mehr mit ihrer 105 Minuten (!) langen Zeitreise zu den Wurzeln des Hardrocks (das Debüt erschein 1970) und Heavy Metals ('Free`n`Easy'). Immer wieder beeindruckend die Spielfreude, gute Laune und die Gestik von Mastermind Mick Box an der Gitarre. Einmal mehr demonstriert das einzige Urmitglied und seine Truppe, was zeitlose Klassiker sind und die Band nicht ohne Grund neben Black Sabbath, Deep Puple, Queen und Led Zeppelin zu den „Big Five des britischen Hardrocks“ zählen. Für die Zukunft wünscht man den Musikern vor allem Gesundheit und sieht sich hoffentlich bald wieder. Dann bitte ohne eine Coverband wie HIGHWAY 61 (u.a. Die Ärzte, Die Toten Hosen) im Vorprogramm.

 

SETLIST URIAH HEEP

Against The Odds
The Hanging Tree
Falling In Love
Stealin`
Free Me
Sympathy
Rain
The Wizard
Look At Yourself
I`m Alive
Gypsy
July Morning
Lady In Black
+++
Free`n` Easy
Easy Livin`

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