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SALTATIO MORTIS

Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, Hamburg Öjendorf

Eine der letzten Spielstätten des MPS ist Hamburg Öjendorf. Die Location im Öjendorfer Volkspark mit neu gepachteter Wiese für Parkplätze und Camping und einem Ausmaß von ca. 20 Fußballfeldern ist schön gelegen und lockt besonders bei dem angekündigten Spitzenwetter viele Leute in die Fantasiewelt.

Laut Veranstalter verleihen 123 bestätigte Heerlager und ca. 1500 Laiendarsteller in organisierten Schaukämpfen, handwerklichen Vorführungen, Ritterturnieren oder Pestumzügen dem Spektakel eine authentische Stimmung.

Während der Besucher den ganzen Tag über das Gelände läuft, sich mit Speis und Trank (wie Spanferkel, Räuberfackeln, Räucherfisch, Met, Drachenblut und Beerenwein) den Bauch vollschlägt, hat er neben dem Begutachten der Darsteller auch die Möglichkeit sich von Musik beschallen zu lassen.

Neun Mittelalterbands stehen auf dem Programm: Faun, Die Streuner, Vermaledeyt, Metusa, Saor, Patrol, Irrlichter - sowie die beiden Hauptacts, die jeweils eine Bühne im großen Nachtkonzert in Anspruch nehmen: SALTATIO MORTIS und Feuerschwanz.

Pünktlich um 22.30 Uhr beginnen SALTATIO MORTIS mit viel Feuerspektakel und einem auf das Mittelalterfestival abgestimmten Akustik-Set. Sofort gehen die Hände in die Höhe und es wird mitgeklatscht und gejubelt. Sänger Alea sorgt für ordentlichen Wirbel auf der Bühne und zieht alleine schon mit seinen vielen Verrenkungen die Blicke auf sich, während Haupttexter Lasterbalk die Show mit Witzen und Anmerkungen bereichert.

Bezüglich der Showelemente wurde besonderes Augenmerk auf die Lichtausstattung gelegt, denn neben den vielen Scheinwerfern auf der Bühne befinden sich hinter der Stage drei umwerfend große Feuerwerfer, die beim Abfeuern einen solchen Druck entfalten, dass die ersten Reihen teilweise Mühe haben nicht umzufallen. Schade nur, dass der Showeffekt ein wenig unter dem arrhythmischen Einsatz der Feuerwerfer leidet. Als die Band anfängt, die bekannteren Songs wie ‘Eulenspiegel‘, ‘Prometheus‘ und ‘Spielmannsschwur‘ zu spielen, sind bis zu den letzten Reihen alle Hände oben. In Erinnerung bleiben wird wohl der Publikumschor, der nach der Melodie vom letztgenannten Song entsteht und mindestens fünf Minuten lang beibehalten wird, bis Lasterbalk das Wort ergreift, damit die Band weitermusizieren kann.

Zum Finale des Konzertes werden ‘Drunken Sailor‘ und ein Medley aus ‘Lady In Black/We Will Rock You‘ aufgeführt - natürlich in einer mittelalterlichern Umsetzung, die das Publikum in erneutes Mitgröhlen stürzt. Mit ein paar riesigen Knalleffekten und Feuerbällen ist dann unter großem Beifall um kurz nach Mitternacht der Auftritt zu Ende und auf das „SALTATIO“ der Band hört man nur noch einstimmig die „MORTIS“-Rufe der begeisterten Menge.

AbfahrplanDie nächsten Konzerte

BLIND GUARDIAN + QUEENSRYCHE + KROKUS + SALTATIO MORTIS + KISSIN' DYNAMITE + TARJA TURUNEN + SANCTUARY + AXEL RUDI PELL + POWERWOLF + KING'S X + u.v.m.15.06.2017
bis
16.06.2017
St. Goarshausen, LoreleyROCK-FELSTickets
AMON AMARTH + AVANTASIA + KREATOR + MAYHEM + SALTATIO MORTIS + PARADISE LOST + HEAVEN SHALL BURN + LACUNA COIL + POWERWOLF + CANDLEMASS + u.v.m.03.08.2017
bis
05.08.2017
WackenWACKEN OPEN AIRTickets
SALTATIO MORTIS + VERSENGOLD19.08.2017MagdeburgFestung MarkTickets