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PRETTY MAIDS, PINK CREAM 69

Colos Saal

PRETTY MAIDS

Nachdem PRETTY MAIDS sowohl beim Bang Your Head, wie auch beim WOA zu den Highlights zählten, darf man sich in Aschaffenburg über ein rasches Wiedersehen und eine längere Spielzeit freuen. Und nicht nur das, mit PINK CREAM 69 haben die Dänen ein absolut passendes Vorprogramm zu bieten. Kein Wunder also, dass der preisgekrönte Colos Saal (Live-Entertainment-Award-Gewinner in der Kategorie „Club des Jahres“ 2013) rappelvoll ist.

Pink Cream 69War es mehr als zwei Jahre lange ruhig um die britisch-badische-Allianz, stehen nach der Veröffentlichung des neuen Albums auch wieder vermehrt Live-Aktivitäten der Pinkies an. Gut so, denn das Quintett hat nichts verlernt und ruft mit einem tighten Auftritt auf der beengten Bühne (zwei Schlagzeuge hintereinander) in Erinnerung, welche große Nummer man gewesen ist. Neben drei neuen Nummern hat die Truppe um den sympathischen David Readman eine Reihe Ohrwürmer ('Lost In Illusions', 'No Way Out', 'Talk To The Moon' und dem Opener 'Keep Your Eye On The
Twisted') in der Hinterhand und setzt mit dem abschließenden 'Shame'
nach über einer Stunde den Höhepunkt. Welcome back!

Pretty MaidsHat man schon jemals einen schwachen Auftritt von PRETTY MAIDS erlebt?
Nein, und auch heute gibt es das musikalische Danish Dynamite. Neben allen Nummern, die man diesen Sommer auf den Festivals gespielt hat, und die man nicht oft genug hören kann, beschränkt sich die Setlist auf nur vier der Alben der Band (nämlich die beiden ersten und die beiden letzten). Darüber lässt sich streiten, im Gegensatz zur Spiellaune der Truppe. Mit Basser Rene Shades hat man vor Jahren einen Glücksgriff getan und das Kernduo Ken Hammer und Ronnie Atkins verkörpert immer noch den zeitlosen Spirit der Band. Während der Gitarrist mit mehr als einem Dutzend Instrumenten anrückt (u.a. ein wundervolles Phil-Lynott-Teil) und etwas mehr Sport treiben, bzw. weniger Alkohol trinken sollte, ist der Frontmann wie immer gut bei Stimme, in Form und durchlebt die 17 Nummern schweißgebadet. Bietet die Setlist abgesehen von 'Needles In The Dark' wenig Überraschendes, ist jedem klar, dass als Abschlussnummer 'Future World' kommen dürfte. Genau da passiert aber Unerwartetes, denn Tobias Sammet gibt sich die Ehre. Mit seinem Avantasia-Kollaborateur gibt es den größten Hit der Dänen im Duett. Nervig dabei, dass in den ersten Reihen alle ihre Handys zum Filmen rausholen und meinen der Nachwelt eine Dokumentation erstellen zu müssen, statt einfach die gelungene Aktion zu genießen. Auf dem Heimweg ist sich jeder gewiss, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis (24 Euro Abendkasse) ganz große Klasse war. Wie gesagt, die Skandinavier überzeugen immer. Das nächste Mal aber bitte mit Nummern von der EP oder „Jump The Gun“!

 

SETLIST PRETTY MAIDS

Mother Of All Lies
I See Ghosts
Needles In The Dark
Rodeo
Sad To See You Suffer
Why So Serious
It Comes At Night
Yellow Rain
Queen Of Dreams
Motherland
I.N.V.U.
Pandemonium
Back To Back
Red, Hot And Heavy
+++
Love Game
Little Drops Of Heaven
Future World

 

Pics: Alexandra Michels

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