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Doom Metal scheint sich bei der ganz jungen Generation momentan nicht gerade großer Beliebtheit zu erfreuen. Noch vor zehn Jahren war das anders, nicht zuletzt weil damals die Reunion von CANDLEMASS vor allem in Europa für Furore gesorgt hatte. Eine kleine aber feine Fanbasis von Bands dieses Genres scheint es jedoch immer und überall zu geben. Und so ist die Begeisterung für die schleppenden und schweren Riffs so unsterblich wie auch einige Musiker dieser Szene selbst - wie sich an diesem Abend eindrucksvoll zeigen wird.

Eröffnet wird der Abend von den Schweden IN SOLITUDE, die sich in den letzten Jahren mit zahlreichen Live-Auftritten und einem überzeugenden Debüt-Album eine beeindruckende Fanbase erarbeitet haben. Musikalisch gesehen sind sie sicherlich sehr interessant, und gerade das neue Album "The World. The Flesh. The Devil." lässt definitiv aufhorchen. Wenn man unbedingt Vergleiche ziehen muss, sind die Schweden nicht weit weg von den ehrwürdigen MERCYFUL FATE oder den ganz alten CANDLEMASS-Sachen. Live taugen sie zumindest an diesem Abend hingegen absolut nicht. Der Mischer setzt den einen oder anderen Regler dermaßen zu weit oben an, dass sich das vorwiegend ältere Publikum trotz Stöpsel beide Ohren zuhalten muss. Und das Schlimme daran – es wird nicht besser! Trotz Hinweisen aus dem Publikum in Form von Handzeichen Richtung Mischpult und Band dröhnt die undifferenzierbare Doombrühe bis zum Schluss mit mindestens 130 dB aus den Boxen. Das war nix!

Blieb zu hoffen, dass sich dieses Ärgernis bei PENTAGRAM subito einstellen würde, was dann glücklicherweise auch der Fall war. Bobby Liebling ist ja ein wahres Urgestein der Underground-Szene und Denker und Lenker der Doom-Metal-Legende aus Virginia. Dass sich die Band in ihrem über 30-jährigen Bestehen etwa zehn Mal aufgelöst hat, um sich ein paar Monate oder Jahre danach wieder zusammenzuraufen, zeigt, dass es in der Bandgeschichte alles andere als einfach lief. Man könnte sagen, dass sie den Durchbruch nie geschafft haben, weil sie entweder an die falschen Labels geraten waren oder aber sich durch die ausschweifenden Drogengeschichten nicht gerade einen Namen als zuverlässige Band machen konnten. Alles Schnee von gestern. Auf der Bühne fühlt sich der gute Herr sichtlich mindestens so wohl wie die paar dutzend Konzertbesucher vor der Bühne. Von Beginn an geben PENTAGRAM wahre Klassiker wie 'Day Of Reckoning' oder das berauschende 'The Ghoul' zum Besten. Die Parallelen zu BLACK SABBATH sind live noch extremer als auf Konserve. Etwas Magisches liegt bei diesem Konzert jedenfalls schon in der Luft, man wird von der schier unfassbaren Energie einfach mitgerissen. Neben ein paar neuen Songs vom "Last Rites"-Album stehen zur Freude aller Beteiligten vor allem Songs vom Debüt auf der Setlist. Das wunderbare Konzert endet mit 'Sign Of The Wolf' und 'When The Screams Come', und jeder Anwesende ist froh darüber, dass er an diesem Abend den Weg ins Gaswerk gefunden hat.


Setlist Pentagram:

Day Of Reckoning 
Forever My Queen 
The Ghoul 
Into The Ground 
The Deist 
Evil Seed 
Call The Man 
Relentless 
Nothing Left 
All Your Sins 
20 Buck Spin
--- 
Sign Of The Wolf 
When The Screams Come

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