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METALLICA

London, House Of Vans

METALLICA

METALLICA spielten am 18. November in London eine intime Clubshow vor einigen wenigen hundert Fans. Für uns vor Ort: Perzonal-War-Sänger und bekennender Hetfield-Fan Matthias "Metti" Zimmer.

Die größte Metal-Band der Welt im kleinen „House Of Vans“ in London: jeder, der mit etwas Glück eine Karte ergattern konnte, freute sich auf die Chance METALLICA ohne Leinwände, Pyros und aufwändige Show ganz back to the roots in Clubatmosphäre erleben zu dürfen.

Das „House Of Vans“ - eigentlich eine Skatehalle - ist ein Gewölbekeller unter den Bahngleisen der Londoner Waterloo Station. Schon bei Einlass herrscht eine ganz spezielle Atmosphäre. Ein schmaler Gang, tapeziert mit Vans- und METALLICA-Visuals führt in einen dunklen, gewölbten Backsteinbau, an dessen Wände das METALLICA-Logo projiziert wird. Über verschiedene kleine Halfpipes und Rampen gelangt man in die Konzerthalle, in der schon viele ungeduldige und teils weit angereiste Fans auf den Startschuss warten. Alle sind gespannt, welche Songs die Band am Erscheinungstag des neuen Albums „Hardwired... To Self-Destruct“ aus den Hut zaubern wird. Vom ersten Ton an wird schnell klar, wie die Marschrichtung des Abends verlaufen wird, nämlich roh und direkt! Ohne das obligatorische 'Ecstasy Of Gold'-Intro startet die Band bei erhellter Bühne mit dem Budgie-Cover 'Breadfan' und geht nahtlos in 'The Four Horsemen' und 'Battery' über. Bestens gelaunt dirigiert Frontmann James Hetfield die Fans und man merkt ihm deutlich an, dass er Spaß bei der Sache hat! "We came here to kick some ass, we came here to get some shit outta you, we came here to sweat and sing loud", lautet die Ansage zu 'Sad But True'.



Die Band spielt eine energiegeladene Show, durch die überschaubaren Bühnendimensionen erscheint das gesamte Zusammenspiel kompakter und tighter und gleicht eher einer Bandprobe mit Publikum. Die Setlist des Abends enthält keine großen Überraschungen; auffällig ist nur, dass die Phase von „Load“ bis einschließlich „Death Magnetic“ vollständig ausgelassen und selbst auf den Überhit 'Nothing Else Matters' verzichtet wird. Vom neuen Album schaffen es heute die schon vorab veröffentlichten Songs 'Atlas Rise!', 'Moth Into Flame' und 'Hardwired' in die Setlist. Und die Nummern funktionieren überraschend gut. Besonders 'Hardwired' - auf Tonträger eher durchschnittlich und vorhersehbar - kommt live hervorragend rüber. Auch 'Whiskey In The Jar', das es seit den "Metallica by Request"-Shows dauerhaft in die Setlist geschafft hat, trägt zur ausgelassenen Partystimmung bei. Als das Konzert mit dem obligatorischen 'Seek And Destroy' beendet wird, bekommt Kirk Hammett von seinen Bandkollegen und dem Publikum ein Geburtstagsständchen gesungen, wobei er von Kopf bis Fuß mit Sahne oder Rasierschaum zugekleistert wird. Kirk nimmt es mit Humor und bedankt sich herzlich mit einem "Happy Birthday to me".

James Hetfields Gag "20 more songs", bei dem er sich über den völlig besudelten Kirk kaputtlacht, hätten sicher alle Fans in der Halle begrüßt. Leider ist dieses tolle Konzert aber nach 90 Minuten beendet. Als beim Verlassen der Halle noch jeder Besucher eine Metallica-Tasche inkl. Poster, Ticket und Pins in die Hand gedrückt bekommt (die jetzt schon zu horrenden Preisen bei Ebay zu finden ist), gehen wohl alle Fans zufrieden und mit einem Grinsen im Gesicht nach Hause. METALLICA haben es mal wieder geschafft und man darf gespannt sein, was die angekündigte Tour zur neuen Scheibe zu bieten hat.

 

 

 

Pics: Matthias Zimmer

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