Online-MegazineFestivals & Live Reviews

DESERTED FEAR, MANTAR, DEATHRITE

Hannover, Chéz Heinz

MANTAR

Am 21. April wird im Chéz Heinz ein Geballer-Spektakel der Extraklasse aufgefahren: Mit MANTAR, Deutschlands international gefragtem Extreme-Metal-Export, sowie DESERTED FEAR und DEATHRITE als Vorband wird ein Spektrum von Punk über Doom zu Death Metal bedient.

Es ist etwas anders als sonst – schon bevor das Chéz Heinz in Sichtweite ist, kann man massenhaft Menschen hören und ahnt Übles, was sich nur allzu bald bestätigt: Der Laden ist über alle Maßen gefüllt. Schon bei der ersten Vorband DEATHRITE denkt man von der Stimmung her, dass gleich der Headliner auftritt. Kein Wunder, denn die Dresdener machen mit ihrer Mischung aus Punk-, Death Metal- und Grindcore-Elementen ordentlich Druck und wissen live zu überzeugen. Nach ihrer Show wird der Saal leider gefühlt nur unwesentlich leerer, auch wenn der Innenhof ebenfalls zum Bersten gefüllt ist. Bei der Schlange vor der Bar vergeht einem fast die Lust, etwas zu trinken – viele Besucher weichen auf einen nahe gelegenen Kiosk aus – und dennoch macht das Chéz Heinz heute wohl den Umsatz des Monats.

Auch DESERTED FEAR spielen dementsprechend vor einem vollen Laden auf. Das Publikum lässt sich vom Groove der Death-Metaller mitreißen, die gerade ihre neue Platte „Dead Shores Rising“ auf den Markt geworfen haben und auch mit ihren neueren Songs zu überzeugen wissen. Dabei wirken die Ansagen mit der normalen Sprechstimme von Sänger Manuel Glatter recht kümmerlich im Kontrast zu seinem Gesang, was der Musik allerdings keinen Abbruch tut. Obwohl die Zuschauer sichtlich angetan von DESERTED FEAR sind, wird gerade gegen Ende der Setlist eine gewisse Unruhe deutlich – man wartet auf MANTAR.

Als das Duo dann nach einer weiteren Pause endlich auf die Bühne geht, entsteht, was immer entsteht, wenn die beiden Bremer aufeinandertreffen: Chaos! Unter Nebel und Kerzenlicht wird der ausverkaufte Laden mit Hits wie 'Era Borealis' und 'The Spell' auseinander genommen! Wie immer ist das Zusammenspiel von Frontmann und Schlagzeuger beeindruckend, die zueinander gewandt performen und stark miteinander interagieren; dennoch lässt Hanno es sich nicht nehmen, auch das Publikum anzuheizen, und auch wenn zwischendurch auf der Bühne die Monitor-Boxen ausfallen, werden die Songs souverän und brachial durchgespielt. Als das Publikum dann traditionell mit 'White Nights' in den Abend entlassen wird, ist der komplette Saal in Bewegung und nass geschwitzt. Es war nicht die beste MANTAR-Show, die ich bisher gesehen habe, aber wie immer ein ungeheures Erlebnis!

AbfahrplanDie nächsten Konzerte

MANTAR23.06.2018OldenburgUmbaubarTickets