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THE ATOMIC BITCHWAX, GREENLEAF, STEAK

Dortmund, Junkyard

GREENLEAF

Zum Jahresabschluss veranstaltet das Junkyard in Dortmund einen spektakulären Hard-Rock-Stoner-Abend. Wer kann bei dem feinen Line-up aus GREENLEAF, THE ATOMIC BITCHWAX und STEAK schon nein sagen?

Und so ist die Halle gut gefüllt, als STEAK den Abend starten. Die vier Jungs aus London rocken seit 2010 und bringen saftigen Stoner auf den Tisch. Nicht nur ein optisches Appetithäppchen steht hier auf der Bühne, auch ihr Sound ist medium-rare, innen roh und außen knusprig. In guter alter Tradition sind hier Kyuss-Anleihen und Kopfnicker-Rhythmus zu hören. In der Halle wird es langsam warm, Sammy hinterm Schlagzeug brutzelt, hot steam is in the air… Cam am Bass gibt den ausgeglichenen Part und dröhnt uns tiefergelegt ins Ohr. Sänger Kip performt Gesang und Bühnenpräsenz solide abwechslungsreich, STEAK machen auf jeden Fall hungrig nach mehr. Mehr Musik, mehr Bands, mehr Wochenende. Paparazzi-Anekdote am Rande: Gitarrist Reece verköstigte sich vor der Show in der Filiale einer bekannten Hühnchen-Fast-Food-Kette.

Die Nächsten auf der Bühne sind schon seit 1993 im Geschäft und mit spannender Historie ausgestattet. Trotzdem treten sie heute das erste Mal in Dortmund auf. Einst von Ed Mundell (ex-Monster-Magnet), Keith Ackerman und Chris Kosnik (Monster Magnet) gegründet, dürfen sich THE ATOMIC BITCHWAX heute auch von zwei Monster-Magnet-Mitgliedern bestücken lassen: Bob Pantella bearbeitet hier wie dort das Schlagzeug, genau wie Chris Kosnik seinen Bass. Die „alten Hasen“ ergänzen sich mit Finn Ryan an der Klampfe zu einer Art Melvins-on-Speed-Trio. Die Band heizt schon mit dem ersten Song ’Hope You Die’ ordentlich ein. Darauf folgt eine ausgewogene Setlist, von Klassikern wie 'Kiss The Sun' bis 'Shit-Kicker' ist alles dabei. Aber auch 'Houndstooth' oder 'Fried Dyed And Layin To The Side' vom gerade erschienenen neuen Album "Force Field" gefallen mit ordentlich Power und Geschwindigkeit, Metal-lastig würde ich vorsichtig einwerfen. Nach romantischer Zugabe, die Finn erstmal alleine bestreitet, während Chris neben der Bühne noch 'ne Kippe raucht, wird noch etwas nachgeglüht. Der doch abwechslungsreicher als gedachte Auftritt dürfte sowohl Ersthörern als auch Fans im Gedächtnis bleiben.



Dritte im Bunde sind GREENLEAF. Wie der Name schon vermuten lässt, kommen die drei Schweden, mit Hans Fröhlich aus Berlin on Top, aus der steinigen Musikwelt. Tommi Holappa, der die Gitarre auch für DOZER schwenkt, ist auch der richtige Mann für schwitzige Performances am Saiteninstrument. Gesichtsgymnastik inklusive, holt er aus seinem Instrument alles raus, sogar ohne riesiges Effekt-Equipment. Am Bass ist auch der Name Programm, fröhlichster Tieftöner unter Seinesgleichen, mit jugendlichem, kaum zu bremsenden Verve. Hinter den Drums Sebastian Olsson, selbstsicher, hart arbeitend mit Wiedererkennungswert. Diesen hat aber natürlich vor allem Sänger Arvid Jonsson. Eine Klasse für sich. Der Mann kann singen! Sogar nach Marathon-verdächtigem Wuseln auf der Bühne, kommen die GREENLEAF-Hits gestochen scharf aus der Kehle. 'Our Mother Ash', 'A Million Fireflies', 'Tyrants Tongue', 'Howl', um nur einige zu nennen, sind ein wahres Vergnügen. Technische Monitor-Probleme jucken den Zuschauer nicht, und so wird abgefeiert und getanzt bis zum Ende.

 

Pics: Kirsten Seubert

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