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TONER LOW, ZONE SIX, MAMMOTH MAMMOTH, THE FLYING EYES, BLACK IS? JUST A DARK WHITE, SUPERSONIC BLUES

FREAK VALLEY X-MAS FEST 2017

MAMMOTH MAMMOTH

Zum Festival-Jahresabschluss haben die Rock Freaks wieder eine Wagenladung guter Bands herangekarrt. Über acht Stunden feinster psychedelischer, rockiger, stoniger Groove erschallt im Vortex, Siegen zur weihnachtlichen Einstimmung. DJ Wofo sorgt am Plattenteller ebenfalls für Vor-, Zwischen- und Endberieselung mit herzerwärmenden Hits für Jung und Alt.



Um 16 Uhr öffnen die Tore und man findet neben einem Plattenstand und Kuchen-Verkauf natürlich auch Glühwein, Band- und Freak-Valley-Merch. Die familiäre Atmosphäre ergibt sich in diesem Rahmen von selbst.


Noch fast pünktlich starten BLACK IS? JUST A DARK WHITE aus Italien. Die noch junge Truppe kommt rein instrumental daher. Man stellt fest, dass Ivan, Santini, Rizzo und Felli Spaß an Technik haben und auch den Einsatz einer Multi-Neck-Gitarre nicht scheuen. An der Live-Performance haperte es noch ein wenig, aber das lässt sich ja noch üben.



Gegen 18:30 Uhr geht es weiter mit SUPERSONIC BLUES aus Den Haag. Das Trio steht geerdet und stabil auf der Bühne. Sie fuzzen und jammen, mal sanft, mal heavy. Wer auf Musik aus den Sechzigern steht, ist hier genau richtig und wird nach dem Gig mit erhobenem Daumen ein Bier bestellen. Selbst wenn er vorher von SUPERSONIC noch nie einen Ton gehört hat.


Die einzige deutsche Band des Abends sind ZONE SIX. Die drei Musiker schließen nach einer Umbaupause und mit jeder Menge Musikerspielzeug auf dem Bühnenboden wieder mit einer rein instrumentalen Darbietung an. ZONE SIX spielen zwei “Songs” und eine siebenminütige Zugabe. Das klingt erstmal nicht nach viel, aber wem die Namen Lulu Neudeck, Dave aka Sula Bassana und Pablo Carneval aka Lewinsky Franz etwas sagen, der kennt auch Electric Moon und weiß: unter 15 Minuten geht da kaum etwas. Sehr schön zum Abdriften und weihnachtlichem Wohlgefühl nachhängen.



Nach 21:00 Uhr werden mit MAMMOTH MAMMOTH wieder alle verbliebenen Lebensgeister geweckt! Heftiger, wilder Mammut-Rock’n’Roll, der seinesgleichen sucht. Nachdem die Herren in Ersatzformation schon die meiste Zeit des Jahres in Europa getourt haben, sind sie immer noch gewillt, für ihre Fans zu bluten und den Laden abzureißen. Trotz doch sehr geringer Deckenhöhe gelingt es dem Bass- Gitarren-Gespann Cozza und Kris, den Huckepack-Tower mitten im Publikum zu performen. Auch Sänger Mikey lässt sich den Kuschelkurs nicht entgehen und ist so Fan-nah, schweißtreibend und bierspuckend wie immer. Frank verteilt zum Ende seine Drumsticks an die Fans, bevor die Australier zum Weihnachtsurlaub gen Heimat abreisen.

Zeit spielt jetzt schon keine Rolle mehr. TONER LOW aus Holland (man darf es hier sagen, sie kommen aus Süd-Holland) zeigen aber mit sehr wenig Bühnen-Beleuchtung wie spät es schon ist. Unbarmherzig ziehen Jack, Daan und Miranda ihre doomrockigen Riffs durch und lassen das Publikum über lange Strecken in wilde Trips und hypnotische Klänge eintauchen. Dazu streut ShineALight bunten Weihnachts-Glitzer mit seinem Effektprojektor ein, ein Traum!

Nach reichlich Alkohol, veganem Burger, Weihnachtseinkäufen und Schoko-Brownies kommen wir schließlich zum letzten Höhepunkt des Abends. Und die Betonung liegt auf letzten. THE FLYING EYES aus Baltimore haben nur noch sieben Auftritte vor der Brust, bevor die Auflösung der Band ansteht. Nach zehn Jahren Erfolgsgeschichte haben die Vortex-Besucher heute das letzte Mal die Gelegenheit, die sexy Songs, gefühlvollen Balladen und Heavy-Psych-Hits zu genießen. Es wird mitgesungen, mitgefilmt und fotografiert als gäbe es kein Morgen… Trotz Erkältung gibt Sänger Will Kelly alles und singt uns alte Klassiker und Songs vom neuen Album „Burning Of The Season“. Was Will und Bassist Mac Hewitt in Zukunft machen werden, bleibt abzuwarten. Elias am Schlagzeug bleibt der Musikwelt mit Black Lung weiter erhalten, ebenso Bandkollege und Gitarrist Adam Bufano. Der Auftritt wird umjubelt und findet mit 'Lay With Me' als Zugabe einen mehr als würdigen Abschied. Farewell!


Pics: Kirsten Seubert

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