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CROWBAR, HATESPHERE, BLACK MOOD

Hannover, Faust

CROWBAR

Am 25. Mai ist mit CROWBAR hoher Besuch in Hannover zu Gast – die Sludge-Urgesteine tragen ihre schlammigen Vibes direkt aus New Orleans in die niedersächsische Landeshauptstadt. Als Support stehen HATESPHERE aus Dänemark und das Thüringer Duo BLACK MOOD bereit.

Im Jahr 2017 hat der Bassist als solcher, zumindest als reiner Druckgeber im Tieftonbereich, längst seine Notwendigkeit verloren. Urfaust, Bölzer, Mantar – dass man zu zweit einen Sound auffahren kann, für den sich auch eine fünfköpfige Kapelle nicht zu schämen bräuchte, wurde bereits von vielen Seiten eindrucksvoll bewiesen. Auch BLACK MOOD fahren als Duo ausgesprochen gut und überzeugen nicht nur durch ihren fetten Sound, sondern auch durch unheimlichen Groove und eine energische Performance.

Auch HATESPHERE haben jede Menge Power, sind aber rein musikalisch nach BLACK MOOD nicht besonders spannend und übertreten mit Gestik, Mimik und Versuchen, das Publikum zu animieren – ob nun gewollt oder ungewollt – häufig die Grenze zum Komischen. Fans der Band kommen dennoch auf ihre Kosten, denn mangelndes Engagement kann man dem Quintett bei ihrer Live-Show nun wirklich nicht vorwerfen!

Und dann kommen CROWBAR, die rein optisch auch eine Bikergang sein könnten. Vier Leute, drei davon an den Saiteninstrumenten, von denen jeder zwei Topteile auf seiner Box stehen hat. Es sind kaum Effektpedale zu sehen, und wozu auch – es wird konsequent ein brachialer Sound gefahren, und der reißt so ziemlich alles ein, was ihm in die Quere kommt. Funktioniert seit 1989, never change a winning team! Mit neuen wie alten Hits wird die Menge angeheizt. Dabei funktionieren Klassiker wie 'Planets Collide' und 'Existence Is Punishment' ebenso wie 'Falling While Rising' und 'The Serpent Only Lies' vom aktuellen, gleichnamigen Album. Auch hier wird das Publikum mit eingebunden, allerdings wirkt es bei CROWBAR viel natürlicher und deutlich weniger albern als bei HATESPHERE, wenn sie einfordern, dass man mitschreit und die Pommesgabel in den Himmel reckt. Die ergrauten Herren vermitteln eben eine gewisse Autorität. Am Ende werden noch zwei Zugaben gespielt, doch damit nicht genug: nach der Show wird sich noch massig Zeit für Fans genommen, Selfies gemacht, Plektren verteilt, Smalltalk geführt. Ein solches Maß an Bodenständigkeit nach 28 Jahren Bandgeschichte verdient Respekt, und neben der gewaltigen, hervorragenden Musik sind CROWBAR vor allem eines: authentisch.

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