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STILL REMAINS

Riff, Bochum

Gegen halb acht - und somit eine knappe halbe Stunde zu spät - gingen im Riff die Lichter aus und der Spot an für den Opener der "Roadrunner Roadrage Tour", STILL REMAINS. Die Band um Fronter TJ Miller betrat während eines eher ruhigen Intros die Bühne, doch die acht folgenden Stücke sollten alles andere als ruhig aus den Boxen knallen.

Bereits mit dem ersten Song 'To live and die by Fire' trat die Metal-Core-Combo aus Detroit das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Sowohl cleane als auch verzerrte Vocals, melodische Keyboardpassagen, harte Riffs und extrem tiefe Growls ergänzen sich in den sieben weiteren Stücken zu extrem kurzweiligen Hookline-Walzen. Besonders 'Recovery' wusste durch 2-stimmigen Gesang zu beeindrucken und auch der finale Song 'The Worst is yet to come' blieb noch lange nach dem Gig im Ohr. Besonderen Spaß hatte anscheinend Keyboarder Zach Roth, der quer über die Bühne sprang, dem Publikum einheizte und nach dem Auftritt fast geschaffter aussah als Drummer A. J. Barrette. Leider traute sich das Publikum nicht wirklich nach vorne, was vielleicht auch daran lag, dass sich ein ziemlich nerviger Violent-Dancer in der zweiten Reihe tummelte und affige Kicks im Raum vor der Bühne verteilte. STILL REMAINS sind eine erstklassige Live-Band, die man leider wegen einer arg begrenzten Spielzeit von nicht einmal einer dreiviertel Stunde nicht wirklich lange abklopfen konnte. Das lag aber wohl weniger an den Detroiter Jungs, sondern am Konzept der "Roadrage Tour". Die folgenden Bands sollten nämlich auch nicht länger spielen. Gegen 22 Uhr war dann auch schon Schicht im Riff. Einige murrende Gestalten konnte man danach finden, denen der Eintrittspreis von 15 Euro an der Abendkasse für solch kurze Auftritte schlicht zu hoch gewesen ist. Sei's drum.

Wer zum Rock am Ring-Festival fährt und auf die großen Brüder von Soilwork steht, sollte sich STILL REMAINS keinesfalls entgehen lassen.

Mehr Infos zu dem Rest des Abends findet ihr in der Juli-Ausgabe des Heftes(RH 218).

<em>Linda Böttcher<em></em></em>

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