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W.A.S.P.

W.A.S.P. - 18.11.2004 Frankfurt Batschkapp

Triumph des Neon-Gottes! Nachdem nun die Truppe um Schwarzkittel Lawless mit der zweiten Hälfte des Mammutalbums "The Neon God" aufwartet, wurde es wieder Zeit für eine zünftige Tour von W.A.S.P.! Schon die zweite in diesem Jahr; nachdem die Promoreise rund um "The Neon God Pt. I" im Chaos von haufenweise gecancelten Gigs unterging. Man war also gespannt!

 

Chinchilla:

 

Die Powermetaller aus Deutschland eröffneten die Show auf der diesjährigen "W.A.S.P."-Tour lediglich zweimal, und Frankfurt sollte dabei die erste Station sein, um dann wenige Tage später in Nürnberg aufzuschlagen. Die Batschkapp war zur "Startzeit" schon mehr als gut gefüllt, da ca. 45 Minuten Verspätung schon die gesamte "W.A.S.P."-Fanschar auf den Plan gerufen hatte. Die Show des Vierers "CHINCHILLA" bot alles was sich das Powermetall-Herz wünscht und somit einen gelungenen, saftigen und melodiösen Start in den Abend. Allerdings war der Sound etwas zu laut, so dass er streckenweise undifferenziert klang und die Songs leicht verwässerte -trotzdem eine gelungene Show mit sehr gutem Songmaterial.

 

WASP:

 

`This is the end, beautiful friend...this is the end, my only friend the end´! Jener apokryphen Prophezeiung von Jim Morrison folgend, welche als obligatorisches Trademark jeden W.A.S.P.-Auftritt einleitet, betreten die "Winged Assassins" die Bühne. Vorab, Blackie hat sich sowohl für die Aufnahmen des neuen Albums als auch für die Tour ein erlesenes Häuflein Sessionmusiker rekrutiert, da die Band quasi seit den seeligen `Headless Children´-Zeiten über kein konstantes Line-Up mehr verfügt. Man hat beispielsweise mit Darrell Roberts einen erstklassigen Gitarristen an Land gezogen, der dann auch Tracks wie `L.O.V.E. Machine´, `Wild Child´ oder das obligatorische `Animal´ mit seinen Soli verziert. Insgesamt konzentriert sich die Setlist sowieso auf Klassiker, was sehr erfreulich ist. So hat mit `Come Back To Black´ auch nur ein einziger Song von `The Neon God Pt. II´ seinen Weg in das Liveprogramm gefunden. Die Bühnenshow ist minimalistisch. Es gibt weder Schädelattrappen, noch Blut, rohes Fleisch, Krabbeltiere, oder die kreative Idee eines Herrn Lawless, gefesselten Nonnen mit der metallischen Verlängerung seines "Johnny Rod" beizuwohnen! Die einzigen spektakulären Show-Elemente sind der gewohnte Harleylenker-Mikroständer, diesmal im "H.R. Giger"-Design, an dem Blackie sich austobt wie ein Gogo-Girl auf Speed, sowie die unendlich geniale "Neonshow" bei `Kill Your Pretty Face´, als der "Blood'n Guts Gott" sich im Dunkeln mit Leuchtfarbe einschmiert. Wahrhaft monströs! Da verblasst selbst Gaahls (Gorgoroth) Corpsepaint zum Malspaß mit Ronald McDonald!

Absolutes Highlight unter den Songs ist für mich jedoch wie immer `The Idol´, leider das einzige Stück vom legendären `The Crimson Idol´-Album. Außerdem fehlt einfach Chris Holmes in der Band. Weniger jedoch seine Klampfe, als eher seine zotigen Sprüche und sein eingeteamtes Stageacting mit Blackie. Selbst Großmeister Lawless wird langsam alt. Doch obschon das Leben unverkennbar tiefe Furchen in seinem Antlitz hinterlassen hat, die Power ist immer noch da. Also stehe ich in der Menge, und singe jede einzelne Note mit. Vom Anfang bis zum Ende! Mit einer einzigen Zugabe in Form von `Blind In Texas´ entlässt uns eine der feinsten Metalbands aller Zeiten in die regnerische Nacht hinaus...JONATHAN LIVES HERE!!!

 

 

Fotos und Bericht Michael Quien, Thomas Kleinertz

 

 

Setlist Chinchilla:

 

Our Destiny

Queen Of The Rain

A Dance With The Devil

The Call/Entire World

Father Forgive Me

Almighty Power

I Stole Your Love

 

 

 

Setlist W.A.S.P.

 

Intro (The Doors - The End)

Medley (On Your Knees/Inside The Electric Circus/Hate To Love Me) L.O.V.E. Machine

Wild Child

Come Back To Black

The Headless Children

Animal (Fuck Like A Beast)

The Idol

Kill Your Pretty Face

The Real Me

I Wanna Be Somebody

Blind In Texas

 

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