RH #99Interview

ANFALL

Eine strahlende Zukunft

Gerade noch auf der Demonstration gegen den Castor-Transport in Gorleben und schon vor dem Mikrophon des Rock Hard. Hanno Kress unterhielt sich mit Martin, dem Sänger der Hannoveraner Punk-Combo ANFALL.

»Ich weiß nicht, woher mein politisches Engagement kommt, vielleicht liegt das an meiner Erziehung. In eine Partei würde ich nie eintreten, weil alle, ob B'90/Die Grünen, PDS oder die Rechten gleich sind. In unseren Liedern wollen wir aber nicht nur auf die gegebenen Verhältnisse reagieren. Songs wie 'Unterdrücker' oder 'Diese Tage' sind in unseren Köpfen entstanden und richten sich gegen nichts Konkretes wie Atom- oder Asylpolitik. Es geht eher um ein gesamtes Weltbild.«

Die aktuelle CD "Die Wahrheit ist anders" bietet metallischen Punkrock mit kritischen Texten. Lässt man die Worte weg, klingt die Musik aber doch sehr beliebig.

»Slime, Hass und Toxoplasma spielen politische Musik. Oft ist es wirklich so: Wenn du die Lyrics weglässt, könnte das Lied auch von einer Oi- oder Skinband stammen und umgekehrt. Du kannst nicht sagen, dass deine Musik ohne Texte links oder rebellisch klingt. Eisenvater legen beispielsweise viel Wert auf die Musik und haben jahrelange Erfahrung. Sie vermitteln allein durch ihre Instrumente eine Aussage. Das schafft der gradlinige Punkrock nicht.«

Den hören sich meist sowieso die Leute an, die hinter den Aussagen der Bands stehen. Riecht nach einer kontraproduktiven Angelegenheit.

»Du kannst nur hoffen, dass zu deinen Konzerten auch Menschen kommen,...

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