RH #98Interview

RAGE

Neulich in Griechenland

RAGE ließen die Hosen ´runter. Zwar nur sprichwörtlich, aber immerhin. Peavy und Co. hatten sich Griechenlands Hauptstadt für die erste Live-Feuertaufe des neuen Line-ups ausgesucht und so ganz nebenbei den Trip für das Abdrehen eines Videoclips und das pressetechnische Abfüttern einer eigens eingeflogenen Journo-Schar genutzt. Daß in diesem Zusammenhang der an besten Alfred E. Neumann-Stil erinnernde Satz fiel, hat weniger mit der Begeisterung des Ruhrpott-Vierers für MAD-Hefte als mit der Tatsache, daß er von Peavy geprägt wurde, zu tun. Eine Seelenverwandtschaft zur tragikomischen Seite des Alfred E. ist RAGE doch beim besten Willen nicht nachzusagen, oder?

 

 

Oberflächlich betrachtet, nicht. Genauer gesagt: Peavy Wagner, Frontmann der Band, hat schon ähnlich viele Unannehmlichkeiten wie der Comic-Star durchleben müssen. Nicht wenige haben den Jungs aus Herne zwar stets exzellente Alben, aber ansonsten eher biedere Nettigkeit bescheinigt. RAGE seien zwar eine Klasse-Combo, brächten aber für den endgültigen Druchbruch auf breiter Ebene nicht genügend Ausstrahlung mit. Anders als bei potentiellen Superstars aus Übersee würde es sich bei der Band eben “nur³ um die lieben Jungs von nebenan handeln. Eine definitiv falsche Einschätzung. Meint neben der Redaktion auch Peavy, dem es inmitten der Plattenfirmen- und Presseleute sichtlich gut geht:

 

"Nach zehn Jahren im Business", so der Basser und Sänger in Personalunion, sei man jetzt "hoffentlich in der Lage, die längst...

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