RH #96Interview

LEE AARON

Mit Herz und Hirn

Sie erklärte sich auf ihrem zweiten Album 1984 selbst zur “Metal Queen“ und machte nicht nur mit gutem Aussehen, sondern vor allem mit ihrer exzellenten Stimme Furore. Lee Aaron blickt heute auf eine 13jährige Platten-Karriere zurück, die sich vielleicht erfolgreicher gestaltet hätte, wenn die Industrie sie ihren eigenen Weg hätte gehen lassen.

 

Konsequenterweise veröffentlichte die intelligente und rhetorisch gewandte Kanadierin ihr siebtes Album “Emotional Rain“ auf ihrem eigenen Label Hipchic Music.

"Jetzt habe ich die Möglichkeit, Dinge wie Vertriebs-Deals selber zu verhandeln", erklärt sie dazu selbstbewußt. "Bei Virgin zum Beispiel arbeiten nette Leute, aber sie siedelten mich im Mainstream an. Also besorgten sie mir als Produzenten Peter Coleman und einen Mode-Fotografen aus England fürs Cover und vermarkteten das Album (“Lee Aaron“ ; 1987 - d.Verf.) als Mainstream-Geschichte. Ich glaube, das hat viele meiner Fans enttäuscht, obwohl es viele Leute hier in Deutschland gekauft haben, ohne sich vom Marketing irreführen zu lassen."

Anfangs Metal Queen, dann von der Plattenfirma in die Mainstream/Pop-Rock-Ecke bugsiert, wie es vielen Frauen im Rock´n´Roll ergeht: Woher, glaubst du, kommt das?

"Weil es auf diese Weise einfacher ist, mehr Geld zu verdienen, und das ist schließlich das, was Plattenfirmen wollen. Speziell in den Achtzigern hatte man es als Pop-Künstler einfacher. Viele Leute in diesem Geschäft haben ein Problem damit, wenn eine Frau Musik der härteren...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen