RH #96Interview

MEAN SEASON

Kalt erwischt

»Doch, doch! Ich BIN wach«, gähnt Gitarrist Travis Scott Guichard wenig glaubhaft durch den Hörer, als ich ihn nach einigen erfolglosen Versuchen gnadenlos um neun Uhr L.A.-Zeit aus dem Bett werfe.

 

Nachdem man letztes Jahr mit nur einer EP im Gepäck No For An Answer in unseren Breiten supportete, werden MEAN SEASON im Mai mit den nicht “totzukriegenden“ Leeway bei uns touren. Diesmal kann sich das kalifornische Quintett auf ein Album stützen, dem hoffentlich die Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, die es verdient. "Grace" muß man laut hören, sonst wirkt das Teil wie eine kraftlose, emolastige New-school-Scheibe. Die unterschwellige Heftigkeit und die gute Produktion entfalten sich erst, wenn sich Nachbarn, Eltern oder Freund(in) aufs Heftigste belästigt fühlen. Aber selbst dann kommt das MEAN SEASON-Material musikalisch, textlich und von der Covergestaltung her irgendwie traurig rüber.

»Das ist auch beabsichtigt«, kämpft Travis mit der Müdigkeit. »Wir hatten beim Songwriting recht düstere Vibes, die wir auch im Artwork zum Ausdruck bringen wollten...«

Hallo? Noch da?

»Oh, yes... gähn... wir wollen halt anders klingen. Darum geht's im HC doch eigentlich: ANDERS zu sein. HC sollte sich ständig weiterentwickeln. Wir brauchen kein aufgesetztes Image.«

So hat die Band einfach einen Haufen Bilder von Basser Colins Oma im Booklet untergebracht, die laut Travis »überhaupt keinen Sinn ergeben. Der einzige Grund ist, daß sich ständig Leute wundern, was sie eigentlich bedeuten...

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