RH #96Interview

JUTTA WEINHOLD

Lust statt Frust

Kenner wußten 1988 gleich beim ersten gesungenen Ton des Zed Yago-Debüts “From Over Yonder“, daß diese überragende, einmalige Stimme nur Jutta Weinhold gehören konnte. Die altgediente Rocklady, deren Temperament immer noch die Frische einer jungen Göre aufweist, hat nach den beiden havarierten Metal-Schlachtschiffen Zed Yago und Velvet Viper nun ihre neues Album “To Be Or Not...“ unter eigenem Namen abgeliefert.

"Ich glaube, die Boys kommen nicht damit klar, wenn eine Band, ein Projekt die Idee einer Frau ist. Mit weiblichen Gedanken, Träumen, Phantasien", seufzt Jutta. Dabei hatte die Rockröhre nie frauenspezifische Texte geschrieben.

"Es reicht für verletzte Eitelkeiten, wenn man eine Frau groß auf einem Bild sieht. Wenn der Initiator, der die Gigs besorgt und die geschäftlichen Angelegenheiten erledigt, eben eine Frau ist. Wahrscheinlich ist das zuviel für die Jungs. Ich bin heute davon überzeugt, daß die Emanzipation nicht stattgefunden hat. Eine Frau ist immer das fünfte Rad am Wagen. Schon Penthesilea (Amazonen-Königin in der griechischen Mythologie - d.Verf.) erkannte, daß Frauen und Männer einfach zu verschieden sind und nie harmonieren können. Darum gründete sie ein Reich, in dem nur Frauen lebten. Sie gingen zu den Boys, wenn sie mit ihnen schlafen wollten, denn sie haßten die Männer ja nicht. Sie liebten sie zwar, wollten aber nicht mehr bei ihnen wohnen. Ich bin trotzdem keine Feministin, und erst seitdem es mit den Bands schiefging, habe ich angefangen, mich mit...

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