RH #95Interview

MICHAEL KISKE

Keine Mucke für Amöben

Es las sich wie eine Geschichte aus Tausendundeiner Nacht - dabei kamen diese Jungs nicht aus dem Morgenland, sondern aus Hamburg. Der Erfolg von Helloween war dennoch märchenhaft: Reinrassiger Metal bescherte den Kürbisköpfen eine weltweite Anhängerschaft. Mit der Zeit zeigten sich jedoch Risse im Fundament. Der gravierendste war sicherlich die Demission von Sänger Michael Kiske (womit nichts gegen seinen Nachfolger Andi Deris gesagt sein soll), um den es seither außergewöhnlich still geworden ist. Im Gespräch mit Jan Michael Dix meldet er sich erstmals seit über einem Jahr wieder öffentlich zu Wort.

 

Zunächst galt es natürlich, die Umstände von Michaels Ausstieg bzw. Rausschmiß bei Helloween zu beleuchten. „Die Sache hat sich ziemlich lange entwickelt, zumal ich einige Sachen, die hinter meinem Rücken abliefen, erst viel später mitbekommen habe. Vor allem ist es eine persönliche Sache zwischen mir und Weiki gewesen, wobei ich kaum noch den Zeitpunkt bestimmen kann, an dem es eskalierte. Es war wohl so Mitte ´93, als ich diesen ewigen Kampf zwischen Helloween und Gamma Ray einfach nicht mehr ertragen konnte. Speziell Weiki mußte permanent sticheln, er und Kai schaukelten sich öffentlich immer weiter hoch. Mich kotzte das total an. Irgendwann ging ich zu Kai und meinte, daß das doch alles Blödsinn sei. Das war exakt seine Meinung. Weißt du, Weiki ist ein etwas schwieriger Typ, der gerne Menschen um sich herum hat, die er lenken kann. Er hat ja auch mich damals mit 18 Jahren...

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