RH #95Interview

SOUL ASYLUM

Live Junkies

Den Rock´n´Roll haben die Buben aus Minneapolis nicht gerade erfunden, aber ihre gitarrenlastigen Songs und die schmelzkäsigen Balladen sicherten SOUL ASYLUM weltweit cholesterinfreien Erfolg. Nach zweijährigem Touren zogen Dave Pirner, Dan Murphy und Karl Mueller (nicht verwandt oder verschwägert mit dem bayerischen Molkereikonzern) wieder ins Studio. Hanno Kress telefonierte mit dem begeisterten Hobbybastler Karl Mueller.

 

»Ich werkel´ gerne im Keller rum, grabe meinen Garten um, mähe den Rasen und zerhacke das Holz vor meinem Haus. Wenn´s mir zu langweilig wird, gehe ich in die Kneipe, sorge für ein bißchen Tumult und ziehe mich wieder in meinen Keller zurück.«

Pfui, Frau Kress, keine persönlichen Fragen, das hatte die Plattenfirma zur Bedingung gemacht! Aber Karl plaudert gerne, beispielsweise darüber, daß die Müllabfuhr von Minneapolis streiken will und er ein ganz normaler Junge sei, der gerne mit den Kumpels auf Tournee geht.

»Wir haben SOUL ASYLUM mit 15 gegründet und sind sozusagen miteinander aufgewachsen. Niemand kann dem anderen etwas vormachen. Wahrscheinlich kennen wir uns besser als unsere Eltern. Das ist wohl unser Glück. Ich habe Bands wie die Replacements oder Uncle Tupelo kommen und gehen sehen. Geile Bands, die im Musikgeschäft überhaupt nicht zurechtkamen. Manchmal erliegst du als Musiker den Versuchungen und bekommst nichts mehr auf die Reihe.«

Trotz des familiären Zusammenhalts waren die Drummer auch bei SOUL ASYLUM immer die schwarzen Schafe.

»Kl...

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