RH #286RH vor 10 Jahren

„Wo wohnt der Drecksack?“

Der März 2001 zeigt sich regelrecht märchenhaft: Wolf Mühlmann bekommt von seiner Lieblingsband einen Song gedichtet, und Tobi Sammet kooperiert mit Zwerg Nase.

Wolfs „Kriegserklärung an den Power Metal“ aus dem Februarheft schlägt dermaßen hohe Wellen („Feuert den Idioten!“, „Ich bestell sofort mein Abo ab!“, „Wie alt ist Mühlmann eigentlich? Zwölf?“, „Mir wird schlecht!“, „Wo wohnt der Drecksack?“), dass sich Götz genötigt sieht, im Vorwort die Wogen zu glätten: „Setzt einfach überall, wo in Wolfs Glosse die Worte „Hammerfall“ bzw. „Power Metal“ stehen, wahlweise „Korn“ oder „Neo-Metal“ ein, und die Welt ist wieder in Ordnung.“ Damit schlägt Herr Kühnemund den tobenden Lynchmob mit den eigenen Waffen. Auch der gescholtene Oscar Dronjak „hämmert“ zurück. Auf Tour taucht ein Song namens ´Let The Hammer Fall On Mühlmann´ im Set auf. Diverse Leser stellen sich jedoch geschmacklich auf Wolfs Seite und servieren uns in der 2000er-Jahrespoll-Rubrik „Depp des Jahres“ grinsige Schoten wie „Oscar Dosenfisch“, „Oscar (ich war eine Dose)“, „Oscar (huldigt Günter Grass mit polierter Blechtrommel)“, „Oscar (sieht aus wie Nudel mit Rüstung)“ und „Luca Tortellini (schmiss mir aus zehn Metern sein Pic mitten ins Auge)“. Wobei letzterer Leser wohl eher Plec als Pic meint, es sei denn, Herr Turilli schleudert tatsächlich Fotos von der Bühne.

Etwas subtiler als Wolf schnappt sich Michael Rensen eine weitere heilige Kuh und vermisst in seiner Rezension von SAVATAGEs „Poets And Madmen“ Biss,...

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