RH #285Titelstory

GHOST

DIE DICKSTEN DINGER DES JAHRES - GHOST

Vater, segne uns!

»Wir sind Papst!«, brüllte der Pöbel entrückt - und kann damit nur den „namenlosen Ghoul“ aus Schweden gemeint haben, der beim Hammer-Of-Doom-Festival in Würzburg erstmals deutschen Boden küsste.

Als „poppige Version von Mercyful Fate“ könnte man die geheimnisumwitterte Truppe bezeichnen, die im vergangenen Jahr zu den ganz großen Newcomer-Entdeckungen zählte und - wie jede wichtige Band - gehörig polarisiert. Lieb mich oder hass mich, dazwischen gibt´s nichts. „Opus Eponymous“, das GHOST-Debütalbum, überzeugt mit hypnotischen Melodien, Mercyful-Fate-beeinflussten Riffs, doomiger Atmosphäre und einem sehr originellen, zynischen Papst-Singsang, der das poppige Element des Bandsounds ins Bitterböse zieht.

Treffendes Beispiel ist der Ohrwurm ´Ritual´, den ihr auf der beiliegenden CD hören könnt.

»Der Geist („the ghoul writer“), der die Songs für uns schreibt, hat ´Ritual´ als ersten Teil eines Quartetts konzipiert, das auf dem Album allerdings durcheinandergewürfelt wurde«, erklärt der „Namenlose“. »In ´Ritual´ trifft sich der geheime Orden, um die Ankunft des Antichristen zu proklamieren, in ´Death Knell´ wird die Nonne, die den Antichristen gebären wird, vom Teufel geweiht, in ´Prime Mover´ wird sie geschwängert, und in ´Genesis´ schenkt sie uns den sehnsüchtig erwarteten Antimessias.«

In Schweden sind GHOST sogar ein Thema für die Tagespresse, die immer neue Vermutungen anstellt, welche Szenegrößen sich hinter dieser maskierten Band verbergen.

»Das ist...

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