RH #285Lauschangriff

PESTILENCE

Von allen Saiten

Nach der Rückkehr von Basser Jeroen Paul Thesseling wurde in den Fan-Foren wild spekuliert, ob PESTILENCE jetzt wieder zu ihrem „Spheres“-Sound zurückkehren würden. Eigentlich grober Unfug, denn eine Band wird ja nicht den gleichen Fehler zweimal machen. Oder etwa doch?

Zugegeben: So eine tief verschneite, bayerische Waldlandschaft hat schon was. Wir befinden uns in einem kleinen Örtchen außerhalb von Landshut, wo Victor B. (besser bekannt als V. Santura, Gitarrist von Dark Fortress und Triptykon) ein kleines, aber feines Studio in seinem Haus eingerichtet hat. Hier haben sich PESTILENCE niedergelassen, um innerhalb von drei Wochen ihr neuestes Studiowerk „Doctrine“ einzuhämmern.

Die Band ist reichlich euphorisiert, als ich am späten Nachmittag dort eintrudle, allen voran Bandkopf Patrick Mameli:

»Du kommst gerade rechtzeitig. Ich habe soeben die letzten Soli aufgenommen. Eigentlich waren wir schon komplett fertig, aber so manches Solo hat uns dann doch nicht zufrieden gestellt, weswegen ich heute noch mal ein paar neue eingespielt habe. Alles First Takes.«

Das bedeutet also, dass du deine Soli improvisierst und nicht komponierst?

»Ich habe noch nie ein Solo komponiert. Aber nun setz dich hin und zieh dir das Album rein. Du bist der Erste, der die Scheibe hören darf, und wirst jetzt einem musikhistorischen Moment beiwohnen.«

Es folgende weitere Lobpreisungen der eigenen Arbeit, die mich gleichermaßen neugierig und skeptisch machen. Das Intro besteht aus Chorälen, bevor...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen