RH #285Krach von der Basis

HORNED ALMIGHTY

Ein bisschen Grau

Keine Black-Metal-Platte der letzten Zeit hat einem dermaßen den Arsch weggerockt wie HORNED ALMIGHTYs neue Großtat „Necro Spirituals“. Die Dänen ballern ohne Firlefanz drauflos: immer mitten in die Fresse rein, aber mit einem unüberhörbaren Rock´n´Roll-Charme.

»Das Ding rockt wirklich«, strahlt Frontmann S. (der sich vor einer Weile noch Smerte nannte und ganz bürgerlich Simon Petersen heißt; früher auch in Diensten der aufgelösten Exmortem). »Wir haben jetzt unseren eigenen Stil gefunden. Die Musik kommt aus dem Bauch und knallt dem Hörer ebenfalls direkt in die Eingeweide. Wir hatten noch nie ein besonders tightes Zusammenspiel und wollen damit gar nicht erst anfangen, weil wir eh keine allzu guten Musiker sind. Aber wir können den Leuten in den Hintern treten. „Necro Spirituals“ klingt wie ein Livegig, bloß ohne den beschissenen Sound.«

Das Album wirkt, als ob Darkthrone endlich das Rotz-Black-Metal-Wunderwerk hinbekommen hätten, das sie uns schon so häufig versprochen haben, und Satyricon einige ihrer fettesten Grooves dazupacken.

»Satyricon haben eine ähnliche Entwicklung hinter sich wie wir. Sie sind eingängiger geworden, biedern sich aber nicht bei den Massen an. Darkthrone inspirieren uns sehr, seit sie den Rock´n´Roll-Aspekt in ihren Sound eingearbeitet haben. Dahinter steckt bei uns jedoch keinerlei Kalkül. Wir werden mit unserer Musik eh nie Geld verdienen, also machen wir einfach, was zur Hölle wir wollen. Old school fucking Black Metal Norwegian style plus...

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