RH #285Krach von der Basis

ICHOR

Alles in Butter

Die Trierer Death-Metaller ICHOR sind fixe Burschen. Vor drei Jahren erst gegründet, haut der Fünfer nun mit „Benthic Horizon“ bereits das zweite Full-length-Werk raus. Klang der Deathcore-lastige Vorgänger „The Siege“ eher nach einem Schnellschuss und kassierte vom Schreiber dieser Zeilen magere 5,5 Punkte, so ist „Benthic Horizon“ eine überraschende Steigerung in allen Belangen.

»Okay, im Nachhinein betrachtet gebe ich gerne zu, dass wir uns für „The Siege“ ein bisschen mehr Zeit hätten nehmen müssen und so vielleicht nicht das Optimale aus der Platte rausgeholt haben«, gesteht Sänger Eric mit sympathischer Offenheit. »Die Fehler, die wir bei „The Siege“ gemacht haben, haben wir diesmal eben nicht mehr gemacht. Es hat ein Lernprozess und eine Entwicklung stattgefunden, von daher ist doch alles in Butter.«

Auf jeden Fall, Eric! „Benthic Horizon“ ballert wesentlich zielstrebiger und erwachsener, die Musik ist mittlerweile mehr Death Metal als irgendwas anderes, und die Produktion besitzt internationales Top-Niveau. Ich muss zugeben, eine solche Steigerung hätte ich nach dem mäßigen Debüt kaum für möglich gehalten.

»Auf dem Debüt waren noch zu deutlich die Einflüsse der einzelnen Bandmitglieder zu hören. Wir kommen aus unterschiedlichen Szenen (Eric ist leidenschaftlicher Old-School-Thrasher, während seine Bandkollegen aus der Deathcore- bzw. Hardcore-Ecke kommen - ps), und jeder hat sein Faible einbringen wollen. Für „Benthic Horizon“ haben wir wesentlich fokussierter und...

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