RH #285Interview

TODTGELICHTER

Kinder der Angst

Einst als puristische Black-Metal-Band gegründet, haben sich Hamburgs TODTGELICHTER zu einem Geheimtipp für innovative Extremmusik gemausert, der die reine Lehre vom Schwarzmetall mit Postrock, Doom und Shoegaze verbindet. Gitarrist Fredric (29) und Drummer Bastian (alias Tentakel Parkinson, 30) sprechen über ihren aktuellen Geniestreich „Angst“.

Fredric, Bastian, als ihr im Jahr 2002 losgelegt habt, wart ihr vorrangig beeinflusst vom skandinavischen Black Metal sowie von Aachens Nagelfar.

Bastian: »Nagelfar sind nach wie vor eine der wichtigsten deutschen Black-Metal-Bands. Nachgeeifert haben wir ihnen nicht, aber als Einfluss muss ich sie nennen.«

Fredric: »Sie stehen nicht für diesen Hau-drauf-Black-Metal, sondern für Musik mit Köpfchen. Generell waren wir von jenen Bands beeinflusst, die in lyrischer Hinsicht anspruchsvoll waren. Das zeigte sich bereits bei unserem ersten Demo.«

Mittlerweile habt ihr euren Stil gravierend geändert. Neuere amerikanische Schwarzmetall-Bands wie Nachtmystium sowie Postrocker wie Isis haben offenbar großen Eindruck hinterlassen.

Fredric: »Was Nachtmystium betrifft, müssen wir komplett verneinen. Ich habe ein paar Songs dieser Gruppe gehört, fand die Musik zwar interessant, aber den Sound grottenschlecht und billig. Generell sind allerdings alle Musiker in der Band deutlich offener geworden, und wir haben keine Probleme damit, zu sagen, dass wir Bands wie Isis oder auch die Franzosen Celeste hören.«

Bastian: »Uns wurde es zunehmend...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.