RH #284ToneZone

TONEZONE-SPECIAL - Von der Schießbude zur Sample-Station

Die erstaunliche Wandlung des Schlagzeugs

 

Drums und Drummer wurden in den letzten Jahrzehnten permanent besser, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden – besonders im Metal. Wie die Cracks und ihre Ausrüster den Sound immer lauter, fetter und härter machten und damit auch die Musik weiterentwickelten, zeichnen wir für euch auf den folgenden Seiten nach.

Der Drummer fristet oft ein Schattendasein, bei den Fans und häufig auch in der Band. Im Scheinwerferlicht stehen Sänger und Gitarristen – auch und gerade in Heavy-Bands. Kenner jedoch wissen: Ohne ein ordentliches Rhythmusfundament ist eine Rockband wie ein Auto ohne Räder, da rollt gar nichts. Die Spielweise des Drummers wirkt monoton und repetitiv – Unwissende fabulieren gelegentlich hilflos davon, wie absolute Könner ihres Fachs auf die Drums „eindreschen“, oder sprechen geziert vom „Schlagwerker“ – ohne zu erkennen, wie viel Mühe und Arbeit darin steckt, Sound und Spielweise auf dieses Niveau zu bringen. Natürlich braucht die Musik Power, Intensität und Lautstärke, aber blinde Aggression ist in der Regel kontraproduktiv: Weil das Schlagzeugspiel höchste Anforderungen an Koordination und Konzentration stellt, sollte man sich bestmöglich entspannen können, um ein guter Drummer zu sein – sonst fließt es nicht, und das ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für einen guten Groove. Insider wissen: Der Trick besteht darin, aggressiv zu wirken.

Drums und Becken selbst schließlich erscheinen vielen austauschbar:...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.