RH #284Krach von der Basis

RAW

Heute nur die Hälfte

RAW bringen den Rotz zurück in den Thrash Metal. Sie mixen Crust-Dreck und Punk-Attitüde in ihre Riff-Attacken und kommen höllisch genau auf den Punkt. Während andere Kapellen noch durchs Intro trödeln, sind die Mannheimer schon mit zwei Songs fertig.

Nach drei coolen Demos spielten RAW ihre gesammelten Werke 2009 noch mal mit besserem Sound ein, ließen die Chose von Andy Classen mastern und brachten sie unter dem Banner „Moshpit“ als opulenten 20-Tracker (!) erneut in Eigenregie raus. Abfeier-Reviews in u.a. der Gazette, die ihr gerade in Händen haltet, sorgten bald darauf für den lange verdienten Plattenvertrag mit MDD, die „Moshpit“ unverändert übernahmen.

»Zum einen ist es praktisch, dass wir jetzt die Nachpressung nicht mehr selbst bezahlen müssen«, freut sich der 30-jährige Brüllhals Philipp Lehmann alias Ill Phil. »Aber auch sonst besitzt eine Plattenfirma einfach mehr Möglichkeiten als wir. MDD haben einen Vertrieb, gute Beziehungen zu Mailordern und verkaufen auf Festivals. Das ist eine große Unterstützung.«

Obwohl „Moshpit“ viehisch knallt und auf einem durchgehend hohen Qualitätslevel bleibt, fühlen sich manche Fans von 20 Songs in 50 Minuten etwas überfordert.

»Einigen Leuten fehlt scheinbar der Wiedererkennungswert, weil die Stücke so schnell durchgeknüppelt werden. Ich gehe aber eh nicht davon aus, dass wir noch mal eine so lange Platte machen werden, weil wir ja zunächst drei weitere Demos vorlegen müssten, um sie anschließend zusammenzufassen (lacht). Außer...

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