RH #284Classic Albums

OMEN

Warning Of Danger (1985)

1985 und 1986 waren für Metal Blade goldene Jahre. Slayer hatten mit „Hell Awaits“ ein Meisterwerk veröffentlicht, und Bands wie Fates Warning, Hallows Eve, Helstar, Armored Saint, Nasty Savage, Lizzy Borden und OMEN waren mitten in einer Kreativphase. Wir baten OMEN-Mastermind Kenny Powell und George Call, Nachfolger des damaligen Sängers J.D. Kimball, zur Zeitreise.

Kenny, was sind deine ersten Gedanken bezüglich „Warning Of Danger“?

»Zunächst war ich lange Zeit sehr deprimiert. Ich habe unser zweites Album als den perfekten Nachfolger zu „Battle Cry“ empfunden und dachte, es trägt nachhaltig zur Evolution der Band bei. Viele Leute meinten aber, dass es nicht die Klasse des Debüts hätte. Dass wir heute, bald 30 Jahre später, über dieses Album sprechen, zeigt aber, welches das reifere Album ist. Bei unserer letztjährigen Tour durch Südamerika kamen die Songs von „Warning Of Danger“ auch wesentlich besser an als die älteren Nummern. Auch in Europa höre ich immer wieder, welche Bedeutung gerade dieses Album für die Fans hat. Was mir noch hängen geblieben ist, ist ein Albumreview aus Texas. Der Schreiber meinte, wir sollten die Musik lieber sein lassen, weil wir unsere Instrumente nicht beherrschen würden, keine Songs schreiben könnten und das Album das schlechteste wäre, das er je gehört hätte. Daraufhin habe ich ihn angerufen und ihm eine gehörige Portion Prügel angedroht, wenn ich ihn je treffen würde. Das tat ich später dann auch, aber ich hatte ihm zu danken. Er war nun Programmdirektor eines großen nationalen Radiosenders, der OMEN mehr als alle anderen Sender pushte. Eine wirklich seltsame Wandlung des Typen.« ...

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