RH #283RH vor 10 Jahren

Gurgelgurgel. Rülps. Ächz.

Entweder hatten wir ´ne Vorahnung - oder wir sind einfach nur ein Haufen verhinderter „Bild“-Redakteure. „Peter Steele: Mit einem Fuß im Jenseits?“ ist jedenfalls eine der seltsamsten Cover-Headlines der Rock-Hard-History.

Gerüchte, der TYPE 0 NEGATIVE-Fronter habe seinem Leben ein Ende gesetzt, werden von jenem im Interview mit einem klaren »Ich bin offensichtlich noch lebendig!« vom Tisch geknurrt. Auch sonst ist bei dem ollen Griesgram (fast) alles beim Alten: Label doof, Freundin weg, Häagen-Dazs lecker. Nur der übliche Sarkasmus fehlt weitgehend. Daher ist Pete nicht so witzig wie gewohnt.

Ausgerechnet Deutschlands unkomischste Kapelle J.B.O. will diese Lustig-Lücke schließen. Während die Fraktion Mühlmann/Jaedike sich mit fremdschämig geröteter Birne und leichtem Kotzreiz umgehend wieder tatsächlichen Unterhaltungsgranaten wie Knorkator widmet, explodiert bei Herrn Rensen das Zwerchfell. „Auf „Sex Sex Sex“ werden nicht nur diabolische Backward-Messages verbreitet, die Franken spielen auch infernalischen Black Metal und covern sogar Truck Stop.“ „Sex Sex Sex“ ist laut Frontmann Vito »ein klasse Herumspielen mit der 666. Einerseits steht die Zahlenfolge für das Böse, andererseits kann sie aber auch, wenn man sie „Sex Sex Sex“ ausspricht, ein Synonym fürs Bumsen sein«. Dann reimen sie noch „geile Weiber“ auf „Caroline Reiber“. Selten so nicht gelacht. Etwas abgemildert wird das Machwerk durch die Weigerung des Abba-Verlags, die rosa Musikanten aus deren ´Money Money Money´...

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