RH #283Krach von der Basis

FACEBREAKER

Nackt und zerfleischt

Mika Lagreen ist Bodybuilder und ein Freund der Freikörperkultur. Außerdem spielt er Gitarre bei FACEBREAKER, einer der aktuell besten schwedischen Death-Metal-Kapellen, die soeben mit „Infected“ eines der raren Glanzlichter in einem ansonsten eher durchschnittlichen Todesblei-Jahr veröffentlicht hat.

„Infected“ ist eine Kampfansage. Ein Album wie eine Dampframme, vollgepackt mit Gitarrenwänden der alten schwedischen Schule, erhabenen Melodiebögen und der Wucht der frühen Tampa-Bay-Szene. Ein ausgestreckter Mittelfinger in Richtung derjenigen, die glauben, schräge Gitarrenharmonien, stapelweise Blastbeat und ausdrucksloses Gekrächze würden als Zutaten für eine Death-Metal-Platte vollkommen ausreichen. Darüber können FACEBREAKER nur lachen, denn sie schaffen es, trotz aller Härte Songs mit Wiedererkennungswert zu schreiben. Ihr neuester Output ist somit ein hochinfektiöses Virus.

»Das ist eine hübsche Interpretation unseres Albumtitels«, wiehert Gitarrist Mika Lagreen. »Das können wir in zukünftigen Interviews übernehmen, denn eigentlich hat der Titel gar keine tiefere Bedeutung. Wir wollten einfach ein kurzes, prägnantes Wort. Im Titelsong geht´s natürlich mal wieder um Zombies, die die Weltherrschaft übernehmen.«

Es ist bekannt, dass ihr ein ausgeprägtes Faible für Splatterfilme habt. Denkst du dabei nicht auch, dass die neueren Filme aus diesem Genre mitunter ganz schön langweilen? Einfach, weil im Gore-Sektor alle Extreme ausgereizt sind und es schwer ist, etwas...

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