RH #283Krach von der Basis

NECRONAUT

Rockende Rentner

Seit 20 Jahren verdient Fred Estby seinen Lebensunterhalt mit Musik. Schon während seiner Zeit bei Dismember arbeitete er zunächst im Sunlight-, später im Das-Boot-Studio. Momentan legt er mit seinem alten Kumpel Nicke Andersson und Dolf von The Datsuns letzte Hand an die Renovierungsarbeiten für einen eigenen Aufnahmetempel mitten in Stockholm.

Beinahe parallel zur Eröffnung von Gutterview Recorders erscheint das selbstbetitelte NECRONAUT-Debüt, das eine illustre Schar an Gastsängern und -gitarristen aufbietet.

Fred, gab es Klassentreffen zehn und 20 Jahre nach deinem Schulabschluss? Wie viele Mitschüler waren damals musikalisch aktiv, und wie viele sind es heute noch?

»Bislang gab´s keine diesbezüglichen Einladungen, und ich bin sehr froh darüber. Solche Zusammenkünfte geben mir nichts. Damals waren wir drei Musik-Freaks, die selbst ein Instrument gespielt haben, und daran hat sich nichts geändert.«

Und wie wird es in 30 Jahren im Altersheim aussehen? Nicke, Dolf und du als Terrorkommando, das im Gemeinschaftsraum Luftgitarre und Airdrumming performt?

»Coole Vorstellung! Mit Kiss in der Stereoanlage weigern wir uns einfach zu essen, oder wir pissen uns ein. Und stell dir vor, wie viele der alten Leute plötzlich Tattoos haben.«

Der von dir gesungene NECRONAUT-Song ´The Lie In Which The Truth Is Buried´ wird allgemein als Slayer-lastig bezeichnet. Allerdings ähnelt deine Stimme nicht dem schrillen Araya der 1980er, sondern eher dem aktuellen.

»Interessant. Ich habe...

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