RH #282Interview

CATARACT

Nichts ist für die Ewigkeit

„Killing The Eternal“ heißt das neue Meisterwerk aus CATARACTs Brutalo-Schmiede. Die Ideologie der Schweizer bleibt Hardcore, die Mucke ist mehr denn je purer Edelstahl mit Brachial-Riffing, nackenwirbelzerfetzenden Thrash-Beats und tonnenweise Wut im Bauch.

Für das derbe Gebrüll ist Federico „Fedi“ Carminitana verantwortlich, der allerdings gar nicht erst versucht, einen auf Straßenschlägerei-erprobter Tough Guy zu machen. Der äußerst freundliche 31-Jährige ist Geografielehrer an einem Gymnasium in seiner Heimatstadt Zug. Kein Wunder, dass er von der Debatte um seinen deutschen Berufsgenossen Thomas Gurrath von Debauchery und Big Ball gehört hat, dem sein Blut- und Kettensägen-lastiges Death-Metal-Hobby zum Verhängnis wurde.

»Dass so was passierte, ist nicht weiter verwunderlich. Mich gucken die Kollegen hier manchmal auch etwas komisch an. CATARACT haben jedoch eine ganz andere Message. An meiner Schule haben die Kids jetzt gerade rausgefunden, dass ich in einer Metalband bin, und finden das scheinbar gut. Ich gehe damit auch sehr offen um. Die Schüler sehen in mir nicht mehr nur einen typischen Lehrer, sondern jemanden, der nebenbei was Cooles macht. Dadurch ist der Unterricht sogar qualitativ besser.«

Auch dass der Glatzkopf seit 15 Jahren straight edge lebt, sieht er als Vorteil für seinen Job.

»Straight Edge ist ein natürlicher Teil meines Lebens, den ich gar nicht besonders nach außen trage. Doch ich habe Soziologie studiert und Jugendkulturen analysiert. Und aus der...

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