RH #282Interview

MELECHESH

Jerusalem brennt!

Dass es auch in „exotischen“ Ländern haufenweise professionelle, mehr als hörenswerte Metal-Bands gibt, wissen wir. Über den reinen Umgang mit der Musik hinaus treibt diese Bands oft ein Revolutionspotenzial an, von dem wir in unserer Überflussgesellschaft nur träumen können. Ein gutes Beispiel sind die Weltklasse-Black-Metaller MELECHESH, deren Gitarrist und Sänger (Melechesh) Ashmedi zu den charismatischsten Köpfen der Szene gehört.

Ashmedi, bist du mit dem Status von MELECHESH innerhalb der Metal-Szene zufrieden?

»Nein. Ich stehe in ständigem Kontakt mit den Fans und höre immer wieder, dass wir aufgrund unserer Herkunft unterrepräsentiert seien. Norwegische Bands - die ich zum Teil sehr respektiere - haben es viel leichter als Musiker aus dem Mittleren Osten, die gegen alles und jeden ankämpfen müssen. Sie verlieren ihre familiären Kontakte, alle gesellschaftlichen Möglichkeiten, ihr Geld, ihr Zuhause - nur weil sie etwas mit voller Leidenschaft tun. Ich habe ein abgeschlossenes Studium und könnte problemlos 70- bis 80.000 Euro im Jahr verdienen - aber ich habe mich für einen anderen Weg entschieden. Ich lebe für die Musik und halte meinen Kopf dafür hin. Ich komme aus eher ärmlichen Verhältnissen und habe kein Sicherheitsnetz im Rücken.«

Wovon lebst du momentan?

»Von der Musik - so gerade eben. Und ich habe eine gut verdienende Freundin, eine Ärztin. Aber schreib das nicht (lacht). Ich lebe nicht auf ihre Kosten, aber ich liebe sie.«

Eine Holländerin? (Anm. d. Red.:...

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