RH #281Interview

NEAERA

Schüler der Elite

Der Schein hat tatsächlich nicht getrogen: Was die Münsteraner bereits auf „Armamentarium“ und „Omnicide - Creation Unleashed“ mit munterer Hingabe entwickelten, erlangt auf „Forging The Eclipse“ (Veröffentlichung: 22. Oktober) problemlos Serienreife. The kids were alright, aber ab jetzt musizieren echte Männer.

Haargenau 40 Minuten dauert der Zwölf-Tracker (zehn „richtige“ Songs, ein Intro, ein sehr ruhiges, postrockiges, gelungenes Instrumental), den Sänger Benny Hilleke und Gitarrist Tobi Buck mit in die Rock-Hard-Redaktion gebracht haben, und bereits nach einem Durchlauf kann Entwarnung gegeben werden: Man muss hier nichts schönreden, man kann der Band in die Augen blicken und feststellen, dass das gerade Gehörte Hand und Fuß hat, dass die Energie immens ist, dass man sich nicht eine Sekunde gelangweilt hat.

Natürlich fällt das von Heaven-Shall-Burn-Gitarrist Alexander Dietz (Gitarren, Bass, Gesang) und Andy Classen (Drums) im Rahmen des Genremöglichen warm und erdig produzierte und von Tue Madsen souverän gemixte „Forging The Eclipse“ stilistisch nicht aus dem Rahmen, und Black- und Death Metal konnte man bei NEAERA schon seit Jahren finden. Neu ist allerdings die eher unbedarften Hörern wahrscheinlich gar nicht auffallende Akzentverschiebung: Während selbst das extrem garstige, wütende „Omnicide - Creation Unleashed“ noch nach einer Metalcore-Band klang, die Schwarzmetall integriert, erscheint der Eklektizismus der 2010er Entwicklung unaufgeregt natürlich. Warum nicht...

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