RH #280Interview

APOCALYPTICA

Baby on board

Für Rock´n´Roll-Puristen wie Himmelstein ist der Erfolg der finnischen Metal-Cellisten APOCALYPTICA immer noch eines der größten Rätsel der Menschheit. Die überwiegend jungen Fans der Band hingegen feiern Eicca Toppinen als Metal-Jungstar, der ein jahrhundertealtes Instrument ins Technologiezeitalter überführt hat.

1535 wurde das Cello laut Wikipedia in Norditalien geboren. Es ist heute ohne Zweifel aus der Orchestermusik nicht mehr wegzudenken. Abgesehen von einer Hand voll gelungener Kollaborationen, stehen sich Rockmusik und Klassik allerdings ziemlich unversöhnlich gegenüber. Das liegt weniger an den Rockern, die grundsätzlich gerne Ideen aus der Klassik adaptieren, sondern an der stockkonservativen Unterteilung der Musik in „Unterhaltungsmusik“ und „ernste Musik“. Nebenbei geht´s bei dieser seltsamen Zweiteilung um Fördergelder auf Kosten des Steuerzahlers zur Unterhaltung der Elite des Landes. Selbstredend kommen die Millionen größtenteils der „E-Musik“ zugute. Und das ist sicher nicht nur in Deutschland so.

An dieser konservativen Welt hatten Eicca Toppinen, Perttu Kivilaakso und Paavo Lötjönen trotz ihrer Ausbildung an der renommiertesten Musikschule Finnlands nie wirklich Interesse, weshalb aus einem Witz blutiger Ernst wurde. Nur Kivilaakso trat in jungen Jahren den Helsinki-Sinfonikern bei, musizierte beim Gastspiel eines gewissen Herrn Pavarotti und schloss sich zu einem Zeitpunkt APOCALYPTICA an, als die Truppe nach ihren ersten Erfolgen als Coverband das Risiko...

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