RH #280Interview

SISTER SIN

Als die Welt noch in Ordnung war

Bei Puristen war in den letzten Jahren meistens reflexartiges Fußnägelaufrollen und Nackenhaarsträuben angesagt, sobald eine neue „Metal“-Band mit Sängerin auftauchte. Dass Metal mit weiblichen Vocals aber nicht gleichbedeutend mit Schnulzen- und Schlager-Rock samt Elfengezwitscher und Operngejodel ist, beweisen SISTER SIN mal wieder eindrucksvoll mit ihrem aktuellen Album „True Sound Of The Underground“.

Gerade ist das Album fertig gestellt und sackt jede Menge gute Kritiken ein, die Interviews laufen, eine US-Tour ist gebucht, und schon steht die Band mal wieder ohne Basser da. 

»Benton wurde das alles zu ernst, und er wollte nicht mit auf unsere anstehende US-Tour. Wir haben ihm dann nahe gelegt, die Band doch lieber zu verlassen, weil wir einen festen Bassisten haben wollen, der überall mit dabei ist«, erklärt Gitarrist Jimmy die aktuellen Line-up-Probleme.

Letztendlich war das der gleiche Grund, warum Bentons Vorgänger Chris die Band bereits letztes Jahr verlassen hat, oder?

»So sieht´s aus. Es ist aber auch wirklich schwer, Leute zu finden, die damit einverstanden sind, so oft wie möglich unterwegs zu sein und irgendwo zu spielen. Hoffentlich finden wir jetzt so jemanden.«

Irgendwie ist das schon seltsam, denn eigentlich ist das doch der Traum aller Musiker. Gerade, wenn man als europäischer Mucker die Möglichkeit bekommt, in den USA auf Tour zu gehen.

»Ja. Das ist der Markt, der am härtesten zu knacken ist und wo europäische Bands, wenn überhaupt, zuletzt Fuß...

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