RH #280Interview

KVELERTAK

Die arme Sau

Die coolste Band des Sommers kommt aus Norwegen und hört auf den Zungenbrechernamen KVELERTAK, was auf Deutsch „Würgegriff“ bedeutet. Die Burschen beten dieselben Götter wie Turbonegro an, haben aber deutlich mehr Black Metal im Blut. Ihr adrenalinschwangeres Debüt ist die perfekte Entschuldigung für ein prall gefülltes Punktekonto in Flensburg, einen Knutschfleck auf der Innenseite deiner Schenkel oder einen nächtlichen Besuch der Polizei.

Ihre Shows sind wahre Eruptionen, Fleisch zuckt in Ekstase, Saiten glühen. Doch davon ist man momentan weit entfernt. Die Band hockt in einem miefigen Van und ist verdammt spät dran, heute Abend steigt eine Show in Birmingham im Vorprogramm von Converge, mit denen das Sextett den ganzen Sommer auf großer Europa-Tour sein wird. Deren Klampfer Kurt Ballou hatte die Rasselbande schon eine ganze Weile zu Hause in Boston am Hals, denn seine mittlerweile prominenten Produzentenfinger sind nicht ganz unbeteiligt am aktuellen Hype um die Band. In Stavanger in Südnorwegen ging es irgendwann 2007 los, erinnert sich Sänger Erlend.

»Ich würde gern was anderes sagen, aber wir hatten einfach nichts Besseres zu tun. Wir kannten uns schon lange und haben eher zum Spaß ein Demo aufgenommen. Von da an ging alles sehr schnell.«

Zum näheren Bekanntenkreis gehört auch ein gewisser Nattefrost, Fronter von Carpathian Forest, der es irgendwie schaffte, ein paar Backing Vocals auf dem Demo einzukrächzen.

»Er schaute bei uns im Studio vorbei, schnappte sich...

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