RH #278Lauschangriff

»Wir rekonstruieren nicht! Wir kreieren!« Das sagt Bandleader, Songwriter, Gitarrist und Sänger Ashmedi voller Selbstbewusstsein über MELECHESH. »Eine Black-Metal-Band, die so weit geht, dass sie neben orientalischen Tonleitern und Saiteninstrumenten auch die entsprechenden Rhythmen in ihren Sound einbaut, hat es vor uns nicht gegeben.«

Wir befinden uns in den gerade erst fertiggestellten Babajim Studios in Istanbul, die auf vier Etagen eines kernsanierten Altbaus ausgestattet sind mit State-of-the-art-High-Tech und komfortabel eingerichteten Rückzugsräumlichkeiten für die Künstler inklusive kleiner Balkone und Terrassen. Außen brodelt der Istanbuler Stadtteil Taksim mit seinen unzähligen Gässchen voller Restaurants, Bars, Kneipen, Shops, kleinen Geschäften, Händlern usw. Auf meist wenigen Quadratmetern konzentriert man sich in jeder Gasse auf bestimmte Produkte.

Ashmedi und Bandkollege Moloch (g.) zieht es in das Gässchen mit den zahlreichen Musiklädchen, in denen u.a. traditionelle orientalische Instrumente wie Saz oder Baglamas, aber auch zeitgemäße Metal-Äxte von Firmen wie ESP, Jackson oder B.C. Rich angeboten werden. Die sehr begrenzten Räumlichkeiten der kleinen Geschäfte bieten kaum mehr Platz als für drei, vier Kunden und den Verkäufer. Preisverhandlungen sind hier Ehrensache. Während Ashmedi um einen E-Bow (Effektgerät für die E-Gitarre, das den Klang eines Violinenbogens simuliert - ah) feilscht, erklingen aus dem nächsten Laden jazzige Gitarrensounds auf...

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