RH #277RH vor 10 Jahren

Sieben Tage Sex

Rock Hard 157 ist durchsetzt von diversen Facetten politischer Unkorrektheit. Manches ist unterhaltsam, anderes lässt einem auch retrospektiv umgehend die Galle hochbrodeln.

Dass Fremdenfeindlichkeit tatsächlich möglich ist, ohne dass böse Deutsche beteiligt sind, erzählt der Ami Damian Montgomery, 1993 nach Nippon ausgewanderter Boss der begnadeten Thrash-Helden RITUAL CARNAGE: »Am schlimmsten ist in Japan der Rassismus gegen Ausländer jeglicher Herkunft. Ich kann hier nicht mal ´ne Wohnung anmieten. Die Vermieter sagen dir direkt ins Gesicht, dass sie keine Ausländer wollen. Auch die Bullen sind finster drauf. Ich werde beim Radfahren durchschnittlich einmal pro Woche angehalten und nach meinen Papieren gefragt.«

Lemmy geht zwar nicht radeln, wird aber verdächtigt, ein „Playboy“-Model drei Tage lang ans Bett gefesselt und durchgenudelt zu haben. Umgehend lässt der MOTÖRHEAD-Chef diesen Rufmord von seinem Anwalt dementieren: „Die Dame sei nicht ans Bett, sondern an die Zimmerdecke gekettet gewesen. Außerdem habe der Sex-Marathon nicht drei, sondern sieben Tage gedauert. Vier davon müssen so schlecht gewesen sein, dass Lemmys Gespielin sie sofort vergessen hat. Einigen Journalisten soll die Lady darüber hinaus gesteckt haben, Lemmy habe beim Dauerpoppen eine NS-Uniform und die Lieblingsmütze von Himmler getragen.“ Dass Herr Kilmister „zum Liebesnest in einem knarzenden Panzer gebrettert ist“, haben wir uns allerdings selbst ausgedacht.

Weniger zu grinsen hat man im Hause...

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