RH #276Krach von der Basis

LOST SOUL

Der Geist der alten Zeit

Mit LOST SOUL drängt eine weitere polnische Todesblei-Combo vehement aus dem scheinbar übermächtigen Schatten von Vader und Behemoth heraus. Ein Unterfangen, das Sänger/Gitarrist Jacek Grecki und seiner seit Anfang der Neunziger aktiven Truppe angesichts des starken neuen Langeisens „Immerse In Infinity“ durchaus gelingen könnte.

Jacek, seit eurer letzten Scheibe „Chaostream“ sind fast fünf Jahre ins Land gezogen. Wo würdest du die neuen Songs im Vergleich zu denen auf „Chaostream“ oder eurem Zweitwerk „Übermensch (Death Of God)“ einordnen?

»Ich denke, dass man jedem einzelnen unserer Songs von sämtlichen Alben sofort anhört, dass er von LOST SOUL stammt. Dennoch gibt es Unterschiede, die ich aber in erster Linie an den technischen Fertigkeiten der beteiligten Musiker festmachen würde. Die Leute sagen mir zwar immer: „Hey, ihr habt doch schon von der ersten Platte an klasse geklungen.“ Aber ich bin sehr selbstkritisch. Bislang fand ich die alten Platten ja auch ganz gut, aber „Immerse In Infinity“ ist für mich auf einem technisch höheren Level angesiedelt. Innerhalb der Band hören wir fast nur alten Kram, Bands wie Sepultura, Autopsy, Deicide, Morbid Angel oder Metallica. Da aber auch nur die Sachen, die zwischen 1986 und 1993 veröffentlicht wurden. Meine Philosophie in Bezug auf LOST SOUL ist es, den Geist der alten Zeit am Leben zu erhalten, ihn aber zu modernisieren und quasi ein Upgrade fürs Jahr 2010 durchzuführen.«

Nach dem Release der letzten Platte „Chaostream“ und...

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