RH #275Interview

KARNIVOOL

Die Ruhe am Ende der Welt

Mit ihrer grandiosen Tool-light-CD „Sound Awake“ haben KARNIVOOL eine der größten Prog-Überraschungen der letzten Monate abgeliefert. Das Erfolgsgeheimnis der Australier: Bloß nix überstürzen.

Die Band benötigte geschlagene vier Jahre, um dem guten Debütalbum „Themata“ das brillante „Sound Awake“ folgen zu lassen.

»Wir brauchen einfach viel Zeit zum Schreiben«, verteidigt sich Gitarrist Drew Goddard in jenem gemächlich-entspannten Tonfall, den man so bei unbenebelten Zeitgenossen nur im Endlose-Weiten-Staat Australien findet. »Wir haben viel experimentiert, endlos gejammt, alles aufgenommen und durchgehört, Teile aussortiert und aus den Jams Songs geformt. Am Ende mussten wir dann allerdings doch ein bisschen Gas geben und einige schnelle Entscheidungen treffen. Selbst für unsere Verhältnisse haben wir es wohl ein wenig übertrieben (lacht).«

War es schwierig, nach „Themata“, das du fast im Alleingang komponiert hast, erstmals im Kollektiv zu arbeiten?

»Nein. „Themata“ entstand komplett am Computer, und ich spielte damals sogar die Drums ein. Es war viel inspirierender, mit einer Band im Proberaum zu stehen und zu jammen. Wir hatten sogar endlich einen richtigen Schlagzeuger, der sich sofort blendend mit unserem Basser verstand. Die beiden funktionierten wie eine perfekt geölte Maschine, du konntest sie stundenlang alleine lassen, und sie entwickelten immer neue Rhythmus-Parts. Bei den Jams ließen wir uns oft von ihnen leiten.«

Deine Gitarren-Riffs klingen, als würdest du...

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