RH #274Seziertisch

TRIUMPH

Seziertisch

Sträflich unterbewertet. Zuckersüßer Gesang. Fantastische Gitarrenriffs. Spielerisches Niveau nahe an der Schallmauer Rush. So gut wie keine Europa-Liveshows. Typisch „amerikanischer“ Radiorock, obwohl die Band aus Toronto, Kanada stammt. Bandhistory (hierzulande) weitgehend unbekannt. Ergo: Ab auf den Seziertisch.

TRIUMPH gehören zu der Sorte Bands, die man als halbwegs informierter Rockfan kennen sollte, die sich aber - weil größere Erfolge in Europa ausblieben - nur vereinzelt in hiesige Plattensammlungen verirren. „Allied Forces“ kennt man, „Never Surrender“ vielleicht auch noch - aber damit hat sich´s in der Regel. Alles, was TRIUMPH vorher aufgenommen haben, versinkt im undurchdringlichen Siebziger-Nebel; alle späteren Werke sind überflüssige Obskuritäten. Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht. TRIUMPH haben in der klassischen Dreierbesetzung Rik Emmett (vocals, guitar), Gil Moore (vocals, drums) und Mike Levine (bass, keyboards) mehr als nur zwei bahnbrechende Alben aufgenommen und sind eine kleine Zeitreise wert. Da es in der Geschichte der Band keine publicityträchtigen Skandale zu vermelden gab (vielleicht auch ein Grund für den relativ geringen Bekanntheitsgrad), kommen wir ohne Umschweife zu des Pudels (poodle´s) Kern, zur überragenden Musik.

 

Unverzichtbar

 

ALLIED FORCES

(TML, 1981)

Der unumstrittene, einsame Klassiker unter den TRIUMPH-Alben ist der´81er Europa-Beinahe-Durchbruch „Allied Forces“. In den USA und natürlich in der Heimat Kanada waren...

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