RH #271Interview

BARONESS

Ganz oder gar nicht

BARONESS gehören zur neuen Generation, deren originelle Musik zwar auf Hardrock und Metal basiert, die sich aber dennoch vor der Metalszene ziert und zuweilen auch von ihr distanziert, weil sie es sich nicht mit den hornbebrillten Strickjackenstudenten verscherzen will. Und so erquickend ein Album wie „Blue Record“ auch sein mag: Interviews mit humorbefreiten, pseudo-intellektuellen Schwaflern wie Sänger und Gitarrist John Baizley sind ein Graus.

John, ihr hattet die Split-CD „A Grey Sigh In A Flower Husk“, gefolgt vom „Red Album“, und jetzt ist „Blue Record“ erschienen. Was kommt als Nächstes? Gelb, Lila, Grün, Weiß?

»Wir haben noch nichts festgelegt. Aber es kann durchaus sein, dass wir erneut auf eine Farbe zurückgreifen werden.«

 

Rot ist die Farbe der Wut. Ist aus diesem Grund „Blue Record“ sanftmütiger als das Vorgängeralbum?

»So einfach lässt sich das nicht kategorisieren. Die Farben sollen nicht den Grad des Gemütszustands ausdrücken.«

 

Was sollen sie denn ausdrücken?

»Es handelt sich um ein Gesamtbild aus Musik, Texten und Layouts in den entsprechenden Farben.«

 

Heißt das, dass ihr damals eher rötliche Bilder und diesmal Bilder in Blautönen für eure Artworks zur Verfügung hattet und deshalb die Titel ganz profan am vorhandenen Bildmaterial angepasst habt?

»Ganz so ist es auch nicht, aber insgesamt kann man sagen, dass unsere Alben ein rundes Ganzes ergeben sollen. Ein Album schlicht nach einer Farbe zu benennen, hat meiner Meinung nach etwas Geheimnisvolles.«...

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