RH #269Interview

Deutschsprachiger Metal versinkt allzu gern in Mittelalter-Gedudel, teutonischer Möchtegern-Coolheit und unerträglichem Bierzelt-Humor. MACBETH brauchten zwar ein knappes Vierteljahrhundert Anlauf, um das Gegenteil zu beweisen, legen dafür jetzt aber mit ihrem offiziellen Labeldebüt „Gotteskrieger“ einen echten Knaller vor.

Die Mitte der Achtziger gegründeten Erfurter überzeugen mit eigenständigem, zeitlosem Metal inklusive kerniger Thrash-Kante. Es dominieren fette Riffs, durchdachte Songstrukturen, hervorragender rauer Gesang mit unpeinlichen Lyrics und eine beeindruckende Produktion aus den „Rape Of Harmonies“-Studios.
»Unser Englisch ist völlig miserabel«, lacht Originalmitglied Ralf Klein (g.) in breitem Thüringer Dialekt. »Unsere englischen Textversuche hat mal ein Muttersprachler gehört und ist fast zusammengebrochen. Früher mussten wir als DDR-Band eh deutsche Texte verwenden, weil Englisch nur vom „Klassenfeind“ gesprochen wurde. Doch zur Stimmfarbe unseres Sängers Olli Hippauf passt die deutsche Sprache ohnehin gut. Bei Kollegen, die melodiöser singen, kann das jedoch schon mal nach hinten losgehen. Mit ´Gib dich nicht auf´ von Rage konnte ich mich jedenfalls nicht anfreunden. Das klingt wie Ost-Rock und unfreiwillig komisch (lacht).«


Ihr hingegen werdet seltsamerweise neuerdings mit den Böhsen Onkelz verglichen.

»Ich weiß auch nicht, wie unsere Plattenfirma darauf kommt. Früher wurden wir mit In Extremo und ähnlichem Kram in einen Topf geworfen. Das sind alles völlig...

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